Au

05.11.2017

Ein volles Gotteshaus

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Mit einem festlichen Gottesdienst ist die renovierte Kirche „Mariä Himmelfahrt“ in Au gestern eingeweiht worden. Dazu war Bischof Konrad Zdarsa aus Augsburg gekommen.
Bild: Wilhelm Schmid

Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa hat die renovierte Auer Kirche am Sonntag feierlich eingeweiht. Viele Geistliche und underte Besucher füllten die neu gestalteten Räume.

„Ein Haus voll Glorie schauet“ – kein anderes Kirchenlied hätte wohl besser zur Eröffnung gepasst als dieser traditionelle Choral: Am Sonntag ist nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit die Auer Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht worden. Hierzu war neben Bischof Konrad Zdarsa aus Augsburg auch eine große Gruppe von Geistlichen gekommen, die mit der Auer Pfarrgemeinde verbunden sind. So assistierten dem Oberhirten Stadtpfarrer Andreas Specker, Kaplan Thomas Kleinle, Pater Christian Hamberger vom Kloster Roggenburg, Kaplan Florian Bach und der in Au beheimatete Pfarrer Reinhard Wank. Sie konzelebrierten mit dem Bischof, dem die Diakone Christoph Schwarzer und Bruder Josef Biberacher sowie Bischofssekretär Johannes Steber und eine beeindruckend große Ministrantenschar assistierten.

Ihre Verbundenheit mit der Pfarrei bekundeten auch der frühere langjährige Auer Pfarrer Willi Berchtold, der sich unter die Gläubigen gemischt hatte, und der evangelische Stadtpfarrer Hans-Joachim Scharrer. Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgten der Musikverein Au unter Leitung von Werner Ohmayer sowie die Chorgemeinschaft Vocalis mit ihrer Dirigentin Heike Häußler-Paul mit bestens passenden und klangschön intonierten Instrumentalstücken und Liedsätzen sowie mit der Begleitung des Gemeindegesangs. Seitens der Stadt Illertissen waren alle drei Bürgermeister sowie eine Reihe von Stadtratsmitgliedern gekommen, und die überaus zahlreichen Gottesdienstteilnehmer füllten den neu gestalteten Kirchenraum.

Bischof Zdarsa segnete den Ambo und in seiner Festpredigt nahm er Bezug auf das Tagesevangelium. Bei den Versen eins bis zwölf aus dem 23. Kapitel des Matthäusevangeliums, so der Bischof, sowie auch bei der Lesung aus dem Ersten Thessalonicherbrief des Apostels Paulus, handle es sich nicht um eine „revolutionäre Geschichte aus vergangenen Zeiten“. Sondern vielmehr spreche Jesus heute dadurch zu den Menschen. Das bedeute nicht nur Kritik an den damaligen Pharisäern, sondern sei auch eine „Weisung an uns“. Titel, Auszeichnungen, Ämter und Ehrungen seien ausschließlich relativ zu sehen und „im Grunde auf Gott bezogen“. Wer sich profilieren wolle, „missbraucht das Wort Gottes“, mahnte Zdarsa.

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Wenn man ihm bei Feiern danke, so gebe er diesen Dank stets an seine Mitarbeiter weiter – denn dieser Dank gelte stets vielen, die im Dienst der gemeinsamen Sache stehen. Der Bischof rief dazu auf, dankbar dafür zu sein, die Schriftworte als Wort Gottes annehmen zu dürfen. Zdarsa stellte aus den Bibelzitaten eine Verbindung zum Auer Kirchenbau her: „Kirchen erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn sie dazu dienen, alles zu tun, um Gott zu verherrlichen.“ Der priesterliche Dienst bedeute, den Menschen Raum zu geben – und das sei der Grund zur Feier in Au. Abschließend zitierte der Bischof das Leitwort zum Weltmissionssonntag vor zwei Wochen: „Du führst mich hinaus ins Weite“. Das sei nur glaubwürdig, wenn man wie der Apostel Paulus „fassungslos über die Gnade Gottes geworden ist“.

Zur Altarweihe, die gemäß mit dem Segensgebet und den Riten mit Weihwasser und Weihrauch vorgenommen wurde, intonierte der Chor das berühmte „Locus Iste“ von Anton Bruckner sowie passend zur Austeilung der Kommunion das „Ave Verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Musikkapelle umrahmte den Gesang mit ihren festlichen Harmonien, die in den großen Lobgesang „Großer Gott, wir loben Dich“ mündeten.

Stadtpfarrer Andreas Specker knüpfte an die Formulierung „fassungslos“ aus der Predigt an: Er zeigte sich begeistert von der Gestaltung des Festgottesdienstes, zu der viele beigetragen hatten.

Bischof Zdarsa dankte den Ministranten, die sich in dem ungewohnten Rahmen als flexibel erwiesen hätten. Sein Aufruf an die Anwesenden: „Kommen Sie oft und gerne hierher zum Herrn, wie zu einem Freund.“ Nach dem Gottesdienst ging es hinüber in die Josef-Weikmann-Halle, wo die Besucher verköstigt wurden. Der Festtag fand am Nachmittag seinen Abschluss mit einem Konzert, wobei die Cäcilienmesse von Charles Gounod sowie Chorsätze von Franz Schubert zu hören waren.

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