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Illertissen

08.01.2019

Illertisser Karate-Kämpfer schafft es in Olympia-Vorbereitungsgruppe

Das Ziel fest im Blick: Mika Mathes will irgendwann bei den Olympischen Spielen teilnehmen. Seit dem vergangenen Jahr trainiert er dafür auch in der Fördergruppe des Bayerischen Karatebundes.
Bild: Wilhelm Schmid

Mika Mathes aus Illertissen tingelt von einem großen Karate-Turnier zum nächsten. Seit dem vergangenen Jahr trainiert er in einer Olympia-Vorbereitungsgruppe.

Einmal bei Olympia dabei sein – diesen Traum teilt sich Mika Mathes mit vielen anderen Sportlern. Im Gegensatz zu den meisten anderen ist der 16-jährige Illertisser bisher auf einem guten Weg, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Seit Mai des vergangenen Jahres belegt er einen der begehrten Plätze der Olympia-Fördergruppe des Bayerischen Karatebundes. Damit hat Mathes tatsächlich Chancen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen – zwar noch nicht 2020 in Tokio, wo der Karatesport erstmals olympische Disziplin ist, aber vier Jahre später, wenn die Spiele in Paris stattfinden, könnte es „passen“.

Wegen einer Zeitungsanzeige begann er mit dem Sport

Mathes Karate-Karriere begann 2008 mit einer kurzen Notiz in der Illertisser Zeitung: Der damalige Polizei-Karateverein (PKV) Illertissen suchte nach interessierten Buben und Mädchen zur Gründung einer Kindergruppe. Der Erstklässler fühlte sich angesprochen. Von Anfang trainierte er hart, inzwischen hat er viele Erfolge gesammelt. Allein 2018 standen dreizehn nationale und internationale Turniere sowie diverse Meisterschaften auf Mathes Agenda: Diese reicht vom ersten Platz bei der Oberbayerischen Meisterschaft im Januar bis zum Doppelsieg vor wenigen Wochen bei den „Schwäbischen“ in seiner U-18-Klasse und der nächsthöheren U-21.

Neben einer Reihe nationaler Wettbewerbe ist er auch auf den internationalen Siegertreppchen kein Unbekannter mehr: Bei den „Austrian Junior Open“ in Salzburg sah man ihn auf dem 3. Platz, beim „Best Fighter Cup“ stand er ebenso wie beim „Burgkirchen Open Memorial“ ganz oben auf dem „Stockerl“, und dazu kommt eine ganze Reihe von Spitzenplätzen. Ein besonderer Erfolg ist der 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Dabei sind all diese Preise nur ein Ausschnitt aus der langen Erfolgsliste des 16-Jährigen. So ist es kein Wunder, dass er schon im Vorjahr aus dem Bezirkskader heraus in den bayerischen Landeskader der Junioren berufen wurde.

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Neben Karate engagiert sich Mathes auch in der Jugendfeuerwehr

Damit aber der Traum von Olympia Wirklichkeit wird, engagiert sich der Gymnasiast außerordentlich. Sowohl seine Eltern also auch der „Karate Dojo Illertissen (KDI)“, wie der PKV inzwischen heißt, unterstützten ihn bei seinem umfangreichen Trainingprogramm. Zum Heimtraining in der Bischof-Ulrich-Schule kommen allwöchentlich anspruchsvolle Einheiten bei zwei externen Trainern. Für den Schüler bedeutet das, seine Zeit gut einzuteilen. Zweimal pro Woche geht es nach Durach (Landkreis Oberallgäu), einmal nach Monheim (Landkreis Donau-Ries), oft zu Wochenendlehrgängen an die Sportschule Unterhaching bei München und zwischendurch hält sich der junge Mann beim KDI und im Fitnessstudio buchstäblich „auf dem Laufenden“. Denn auch das Laufband gehört zu seinen Trainingsgeräten. Parallel dazu absolviert er derzeit die elfte Klasse am Gymnasium des Kollegs der Schulbrüder, wo neben dem Vormittagsunterricht drei Nachmittage mit wöchentlich acht Schulstunden und im kommenden Schuljahr das G8-Abitur auf dem Programm stehen. Und neben Sport und Schule findet Mathes sogar noch Zeit für ehrenamtliches Engagement. Er ist auch noch Mitglied bei der Illertisser Jugendfeuerwehr.

„Kata“: Kampfsport ohne Kämpfen

Obwohl Karate zu den Kampfsportarten zählt kämpft Mathes in seinen Wettbewerben nicht direkt gegen einen Gegner. Er hat sich auf die Disziplin „Kata“ spezialisiert, bei der die Athleten festgelegte Bewegungsmuster sowie Kombinationen von Techniken und Sprüngen vorführen, was den Kampf gegen einen imaginären Gegner darstellt – anders als im Freikampf „Kumite“, bei dem sich wirklich zwei Sportler gegenüberstehen. Die 26 verschiedenen „Katas“, auf Deutsch „Formläufe“ genannt, werden bei den Wettbewerben nach Kriterien wie Technik, Stand, Blickrichtung, Atmung, Dynamik und Athletik von Kampfrichtern bewertet. Diese entscheiden dann, welcher von zwei Kontrahenten jeweils der bessere war. Mika Mathes trägt bei Turnieren auf seinem weißen Karateanzug, dem „Karate Gi“, bereits den zweithöchsten Grad des braunen Gurtes, den sogenannten „2. Kyu“ über dem noch der „1. Kyu“ steht. Dann geht es in den Meistergrad „Dan“ der Schwarzgurte.

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