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Babenhausen

27.11.2016

Jérôme Boateng in Babenhausen: Ein Bayern-Star zum Anfassen

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Der Besuch von FC-Bayern-Profi Jérôme Boateng in Babenhausen sorgte für Aufregung bei Fans und Besuchern. Auch viele private Fernseh- und Rundfunksender waren vor Ort, um ein Interview mit dem beliebten Fußballer zu ergattern.

Bei einem Besuch in Babenhausen beantwortet FC-Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng geduldig Fragen und gibt spontan eine Rap-Einlage. Rund 500 Fans sind begeistert.

„Auf geht’s nach Babenhausen! Willkommen Jérôme Boateng!“ Mit diesen Worten hatte Fanclub-Vorsitzender Hubert Rendle auf einen Anruf des FC Bayern München reagiert, dass einer der besten Verteidiger der Welt ein „Gastspiel“ im Fuggermarkt geben wird. Und das vorgezogene Weihnachtsmärchen wurde am Sonntag Wirklichkeit. In einem Meer aus Rot und Weiß beantwortete Boateng in der Aula des Schulzentrums geduldig die zum Teil kritischen Fragen und unterschrieb fast alles, was ihm als Autogrammunterlage geboten wurde – von Fotos und Bayern-Trikots bis hin zu kleinen Fußballschuhen.

Dass Deutschlands Fußballer des Jahres zwar etwas früher als geplant gehen musste, glich Jérôme Boateng schon allein dadurch aus, dass er sogar mit Vorzeit im Fuggermarkt eintraf. Zu Gast war er beim FC Bayern-Fanclub/Allgäu, der in diesem Jahr das Losglück hatte. Hubert Rendle bezeichnete Boateng als „verspätetes Geschenk zum 20-jährigen Bestehen des Babenhauser Fanclubs“. Die Nachricht, dass ein deutscher Nationalspieler und Weltmeister in den Fuggermarkt kommt, sei wie eine Bombe eingeschlagen, so Rendle vor rund 500 Besuchern. Dabei habe er den Anruf im ersten Moment für einen Scherz eines Rundfunksenders gehalten.

Dass Boateng in keinster Weise abgehoben ist, war allein schon dadurch zu erkennen, das er als Anrede das „Du“ angeboten hatte. Und so locker ging es dann auch weiter. In einem nachgestellten Sportstudio beantwortete er die Fragen von Gerhard Herzer und Hubert Rendle. So sei sein oftmals riskantes Abwehrverhalten inzwischen der Routine gewichen, auch wenn man nicht jedes Mal den Ball erwische. Mit der Arbeit von Trainer Carlo Ancelotti sei er mehr als zufrieden, auch wenn die Mannschaft dessen Spielideen noch nicht ganz verinnerlicht habe. Das werde aber von Mal zu Mal besser. Er hoffe, dass der FC Bayern schon bald wieder da stehe, wo er hingehöre: nämlich an der Tabellenspitze. Dass der Weltmeister rund 650 Paar Schuhe besitzt, ließ vor allem die Frauen im Saal vor Neid erblassen. Zwar habe er noch nicht alle getragen, jedoch werden sie von ihm gepflegt, verriet Boateng.

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Positiv überrascht zeigte sich der Fußballer vom Bayern-Fanclub Babenhausen, der vor 23 Jahren das Licht der Welt erblickte, nicht zuletzt auf Initiative des damaligen Bayern-Vizepräsidenten Hans Schiefele beziehungsweise Helmut Schießeler und Reinhold Reinöl auf Babenhauser Seite.

 

Interessant war dann auch die Fragerunde, bei der Kinder beziehungsweise Jugendliche direkt Fragen an Boateng stellen durften – und die hatten es durchaus in sich. Er spiele gerne in München, so Boateng. Und er könne sich vorstellen, dort bis zu seinem Karriereende zu bleiben – aber auch ein Auslandsengagement oder ein Karriereausklang in Berlin kommt für ihn in Frage. Mit seinen Kollegen beim FC Bayern verstehe er sich gut, am besten mit David Alaba. Für die Kabinenmusik sei er nicht verantwortlich, sondern eher die Spanier im Team. Dies ergänzte ein Filmausschnitt mit Tanzeinlagen aus der Bayernkabine, der Spielszenen Boatengs vorausgegangen waren. Spontan gab er auch den Rap-Sound, den er auf dem Balkon des Münchner Rathauses bei der Meisterfeier zum Besten gegeben hatte.

Beim Eintrag von Jérôme Boateng ins Goldene Buch der Marktgemeinde hatte Bürgermeister Otto Göppel durchaus Gemeinsamkeiten festgestellt. So seien beide im Sternzeichen Jungfrau geboren, haben beide Schuhgröße 44 und spiel(t)en in der Verteidigung. Göppel allerdings nicht beim FC Bayern, sondern beim TSV 1862 Babenhausen, der ihm ein „Plätzle in der Mannschaft“ zugestanden habe.

Nach einer Autogrammstunde musste der Bayern-Profi dann allerdings wieder los, wartete doch in München ein weiterer Termin. Doch in der weiß-roten „Fanclubarena“ in Babenhausen war da noch lange nicht Schluss. So trat die Tanzgruppe in den Bayernfarben auf und bekam jedes Kind ein kleines Weihnachtsgeschenk. Bei einer Tombola gab es dann noch etwas zu gewinnen: original Bayerntrikots etwa mit frischen Boateng-Autogrammen.

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