1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Jetzt nimmt der Winter Fahrt auf

Landkreis

14.01.2016

Jetzt nimmt der Winter Fahrt auf

Die Straßen werden wieder glatt, sodass der Winterdienst gefragt ist. Spätestens am Wochenende werden die Fahrzeuge auch etwas zu räumen haben, denn dann soll es schneien, so die Meteorologen.
Bild: Alexander Kaya

Laut Wetterexperten wird es in den nächsten Tagen so kalt, dass zum Wochenende hin der erste Schnee fällt. Mit der weißen Pracht steigt jedoch die Gefahr auf den Straßen.

Jetzt kommt der Winter. Dieses mal aber wirklich. Das sagen zumindest die Meteorologen voraus. Erste Vorboten gab es gestern bereits: eisiger Wind, glatte Straßen, vereiste Scheiben. Martin Melber, Meteorologe der Wetterstation auf der Schwäbischen Alb, prognostiziert sogar schon den Termin für den ersten Spaziergang durchs weiße Winterwunderland in Ulm und im Landkreis Neu-Ulm.

Der könnte am kommenden Sonntag sein: „Dann liegt bereits Schnee und auch die Sonne wird sich womöglich blicken lassen“, sagt Melber, der seit 30 Jahren für den Deutschen Wetterdienst in den Himmel blickt. Und weil sich die Jahreszeit eben Winter nennt, wird es auch langsam Zeit, dass uns die weiße Pracht einen Besuch abstattet: Der Dezember sei laut Melber der wärmste seit Aufzeichnung des Wetters gewesen – seit 1881. Und noch einen Rekord halte der Dezember 2015 in der Region Ulm/Neu-Ulm: Die Sonne hat in diesem Monat so lange gescheint wie seit 70 Jahren nicht mehr. „117 Stunden waren es auf der Alb. An Weihnachten konnte man ja sogar seinen Kaffee draußen trinken oder grillen“, sagt Melber und blickt in die Zukunft – zumindest was die Statistiken angeht: Denn alle sieben Jahre gebe es im Raum Neu-Ulm eine weiße Weihnacht. „2010 lagen 30 Zentimeter Neuschnee, also müssen wir womöglich noch dieses Jahr abwarten, ehe es 2017 an Weihnachten wieder schneit.“

Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei am Staatlichen Bauamt Krumbach dürften wohl froh gewesen sein, dass bislang noch nicht so viel Schnee gefallen ist. Doch jetzt stellen auch sie sich auf den verspäteten Winter ein. Wie Bastian Wufka vom Staatlichen Bauamt Krumbach erklärt, sitzen nachts in Neu-Ulm, Unterroth und Krumbach Wettermelder bereit, die gegen 2.30 Uhr die Straßen abfahren und dann gegebenenfalls Räum- und Streufahrzeuge anfordern. Deren Fahrer haben dann rund um die Uhr Dienst: Denn es gilt, etwa 103 Kilometer Kreis-, knapp 153 Kilometer Staats-, und rund 28 Kilometer Bundesstraßen im Landkreis Neu-Ulm schnee- und eisfrei zu halten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

An manchen Stellen gilt besondere Vorsicht

Konkrete Problemzonen, an denen sich viel Wasser oder Schnee staut, kann Wufka nicht nennen – jedoch rät er Autofahrern, auf Brücken und Unterführungen derzeit besonders vorsichtig zu fahren: Denn die Blitzeis-Gefahr ist dort oft noch höher, als auf anderen Strecken, weil der kalte Wind unten durch die Unterführung pfeift und das Bauwerk auskühlen lässt.

Von einem starken, kalten Wind spricht man bei der Wetterwarte auf der Schwäbischen Alb ebenfalls – und auch die Bürger werden sich an ihn gewöhnen müssen, glaubt Wetterexperte Melber: Heute und morgen werde es noch einmal spürbar kälter, mit zwei bis fünf Grad und bewölktem Himmel rechnet der Meteorologe. „Durch den stürmischen Wind fühlt sich das Ganze noch einmal kälter an.“ Am Wochenende wird seiner Prognose nach der Winter tatsächlich kommen: In der Nacht zum Samstag werden bis zu minus sieben Grad und zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee auf der Alb erwartet. Und auch in tieferen Lagen wird Schnee fallen, „der dann auch liegen bleibt“, so Melber, der von minus sieben Grad im Raum Neu-Ulm am Sonntag spricht. Spätestens dann werden die Schneefälle nachlassen und die Sonne wird sich zeigen, „sodass einem schönen Wintersonntag eigentlich wettertechnisch nichts entgegen steht“.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
_AKY4787.jpg
Vöhringen

Kinder sind in Vöhringen auf Diebestour unterwegs

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen