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Babenhausen

11.02.2020

Kurzzeitpflegeplätze in Babenhausen sind rar

Um die Pflegesituation im Landkreis Unterallgäu ging es bei einer Veranstaltung der SPD Babenhausen.
Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Die Pflegesituation im Unterallgäu ist Thema einer Veranstaltung in Babenhausen. Es gibt wohl eine überraschende Änderung.

Das Thema Pflege stand unlängst im Fokus einer Veranstaltung in Babenhausen. Karin Steck, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, hieß dabei neben dem Fraktionsvorsitzenden im Unterallgäuer Kreistag und Landratskandidaten Michael Helfert auch Bürgermeister Otto Göppel ( CSU) und Ludwina Schedler von der Fachstelle für pflegende Angehörige willkommen. Eine Erkenntnis des Abends war laut Pressemitteilung der SPD: Babenhausen benötige weiterhin die Kurzzeitpflegeplätze im Kreisseniorenwohnheim St. Andreas. Diese seien aber offenbar gefährdet.

Zunächst ging Michael Helfert auf das Spektrum der Pflege im Unterallgäu ein. Der Landkreis fördere breit gestreut Projekte und Angebote. Als Beispiele nannte er die drei Kreisaltenheime, die Kurzzeitpflege an der Klinik Mindelheim, die Förderung der Sozialstationen und der Fachstellen für pflegende Angehörige, das neue Zentrum für haushaltsnahe Dienstleitungen in Erkheim, die Schaffung von Hospizbetten sowie die Förderung des Hospizes in Kempten und das seniorenpolitische Gesamtkonzept. Durch letzteres sei es gelungen, eine Vernetzung herbeizuführen und in allen Gemeinden einen Ansprechpartner für Senioren zu etablieren.

Helfert wünscht sich Pflegestützpunkt

Helfert sagte laut der Pressemitteilung: „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass der Landkreis einen Pflegestützpunkt beantragt.“ Diese koordinieren und vermitteln Hilfeleistungen und örtliche Angebote und werden von den Kranken- und Pflegekassen finanziert. Zu den Aufgaben der Stützpunkte zähle etwa eine trägerneutrale Beratung zu sozialrechtlichen Fragen, zur Auswahl und Nutzung von Sozialleistungen und zu vielfältigen Hilfsangeboten.

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Unterstützung bekam er für diese Forderung von Ludwina Schedler. Die langjährige Heimleiterin arbeitet in der Fachstelle der Caritas in Ottobeuren und ist auch für den Raum Babenhausen verantwortlich. Neben der Unterstützung von Angehörigen bietet sie unter anderem Gesprächskreise in Ottobeuren und Babenhausen an, die alle „mit bis zu zwölf Angehörigen sehr gut besucht“ seien. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Pflegestützpunkt bei den beiden Fachstellen in Bad Wörishofen und Ottobeuren angesiedelt wird und diese mit 0,6 beziehungsweise 0,7 Planstellen ergänzt“, so Schedler.

Verwunderung bei Bürgermeister und Kreisrat

Ein Problem sieht Schedler im Bereich Kurzzeitpflege. Es sei ihr zuletzt nicht mehr gelungen, im Raum Babenhausen Menschen mit akutem Bedarf in der Kurzzeitpflege des Kreisseniorenwohnheims unterzubringen. Dort hatte der Markt Babenhausen bisher zwei Betten reserviert, für die sogenannte eingestreute Kurzzeitpflege, wie Bürgermeister Otto Göppel sagte. Laut Schedler stehen die beiden Plätze nicht mehr zur Verfügung. Diese Aussage löste sowohl bei Göppel, als auch bei Helfert Verwunderung aus, heißt es in der Mitteilung. „Dass diese Plätze gestrichen wurden, ist nicht bekannt“, so die Kommunalpolitiker unisono. Sie versprachen, der Sache nachzugehen. Die beiden Kurzzeitpflegeplätze seien notwendig für Babenhausen und könnten nicht einfach gestrichen werden.

In einer Diskussion ging es auch um Demenz. Die Zahl der Erkrankten werde zunehmen, das Personal aber fehle jetzt schon und die Pflegeangebote seien noch nicht in ausreichendem Umfang auf die zu erwartende Zahl der Patienten eingestellt, hieß es. Große und kleine Politik müssten die Rahmenbedingungen für das Personal verbessern und passende Strukturen schaffen. (az)

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