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Vöhringen

13.02.2015

Narr beißt Polizisten in die Wade

Mitunter wild zu ging es auf den Faschingsveranstaltungen in Vöhringen und Weißenhorn.
Bild: Symbolbild: Alexander Kaya

Mitunter wild zu ging es auf dem Gumpigen Donnerstag in Vöhringen und Weißenhorn. Betrunkene Narren hielten die Polizei auf Trab.

Betrunkene Narren haben am Gumigen Donnerstag in Vöhringen und Weißenhorn der Polizei zu schaffen gemacht. Trotzdem sprechen leitende Beamte von „insgesamt ruhigen und gelungenen“ Veranstaltungen.

Während in Weißenhoren nach Schätzungen der Polizei zwischen 4000 und 5000 Personen im abgesperrten Bereich in der Altstadt feierten, waren es in Vöhringen zumindest im Freien deutlich weniger. Eine Gemeinsamkeit gab es aber: In beiden Städten sprachen Jecken „erheblich“ dem Alkohol zu – darunter auch etliche Jugendliche.

In Vöhringen musste die Polizei einen 17- und einen 14-Jährigen in Gewahrsam nehmen, die sich zusammen mit einem 14 Jahre alten Mädchen in Promillewerte von jeweils deutlich über 1,5 Promille getrunken hatten. Während die Burschen auf Anweisung der Polizei von den Eltern abgeholt werden mussten, endete für das Mädchen der Abend in der Memminger Kinderklinik. Völlig betrunken war auch ein 31-jähriger Mann, den eine Fußstreife auf dem Kirchplatz liegend entdeckte. Er wurde von einer Bekannten nach Hause gebracht. Nicht weit entfernt, in der Nähe des Cardijn-Hauses, stießen die Beamten dann auf eine schwer angetrunkene 28-Jährige, die ebenfalls nicht mehr alleine nach Hause fand.

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Gegen 3 Uhr am Freitag erspähten Polizisten auf der Memminger Straße einen am Kopf blutenden Mann. Nach Lage der Dinge war der 24-Jährige aber nicht das Opfer einer Schlägerei. Aufgrund rauschbedingter Koordinationsschwierigkeiten war er wohl gegen eine Hauswand gelaufen.

Nicht Alkohol, sondern andere Substanzen waren bei einem 36-Jährigen im Spiel, der gegen 21.30 Uhr am Kreisel auf der Memminger Straße zusammengebrochen und ins Koma gefallen war, nachdem er sich laut Polizei „offensichtlich“ Rauschgift gespritzt hatte. Nachdem seine Begleiter vergeblich versucht hatten, den Mann zu reanimieren, riefen sie einen Notarzt zu Hilfe. Dem Mediziner gelang es, den 36-Jährigen aus dem Koma zu holen. Die Polizei wird weiter ermitteln.

Am frühen Freitagmorgen kam es dann in einer Wirtschaft an der Wielandstraße zu einer Schlägerei. Ein 38 Jahre alter Mann und ein 29-Jähriger waren sich aus nicht näher genannten Gründen in die Haare geraten.

Noch heftiger ging es zu, als Polizisten eine dreiviertel Stunde nach Mitternacht einen sturzbetrunkenen 39-Jährigen in Gewahrsam nehmen wollten. Der Mann war vom Sicherheitsdienst aus einem Lokal geworfen worden. Zunächst verwiesen ihn die Beamten vom Platz. Das scherte den Narren aber offenbar nicht, denn er wollte partout zurück in die Wirtschaft. Als ihn die Ordnungshüter daraufhin abführen wollten, schlug der Mann wild um sich, wobei er einen Polizisten am Fuß verletzte. Nachdem er überwältigt war, sollte ihm auf der Wache in Illertissen Blut abgezapft werden. Auch dagegen wehrte er sich und biss einen Beamten in die Wade. Auch im Arrestraum gab der Mann noch keine Ruhe. Wie es im Polizeibericht heißt, beschädigte er die Zelle „erheblich“.

Auch einige Weißenhorner Narren wurden von König Alkohol regiert. Ein 16-Jähriger, der auf dem Boden lag und sich nicht mehr artikulieren konnte, wies einen Promillewert von 1,4 Promille auf. Er wurde ebenso in Schutzgewahrsam genommen, wie zwei 18-Jährige und ein 33 Jahre alter Mann. Im örtlichen Krankenhaus endete für einen 31-Jährigen der Gumpige. Über seinen Pegel konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen: Ein Alkomattest war nicht mehr möglich.

Darüber hinaus zerdepperte ein Unbekannter die Scheiben der Telefonzelle am Hauptplatz und ein Langfinger bemächtigte sich des Smartphones einer 18-Jährigen. (kr)

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