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St. Peter und Paul

03.02.2011

Sanierung nur mit vereinten Kräften bezahlbar

Am Chor sind bedenkliche Risse entstanden, die geflickt werden müssen.
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Am Chor sind bedenkliche Risse entstanden, die geflickt werden müssen.

Experte zeigt beim Pfarrfamilienabend in Osterberg erhebliche Schäden auf

Die Sanierung des maroden Dachstuhls sowie der gefährdeten Statik der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Osterberg dieses Jahr wird für die Pfarrei das Unterfangen schlechthin sein. Dieses wurde spätestens am Pfarrfamilienabend bei der anschaulichen Bildpräsentation von Ingenieur Paul Hartinger vom gleichnamigen Büro in Thannhausen klar.

Kirchenpfleger Martin Rogg listete anhand der Zahlen auf, dass wegen des, lediglich auf 95000 Euro geschätzten denkmalpflegerischen Mehraufwands Kosten von mindestens 51500 Euro auf die Kirchenstiftung zukommen werden. Denn von der Einschätzung des Denkmalamts würde die Höhe weiterer Zuschüsse abhängen. Da nicht sicher sei, ob all die beantragten Zuschüsse eingehen, könnte sich die Summe noch erhöhen. Immerhin positiv, dass Pfarrer Martin Jung zusammen mit Martin Rogg durch ihren Besuch in Augsburg die große Unterstützung der Bischöflichen Finanzkammer erreichten. Damit der für die Kirchenstiftung verbleibende Anteil aufgebracht werden kann, soll bei örtlichen Banken, den Jagdgenossen von Osterberg und Weiler angeklopft werden, und für Februar und März ist an eine Haussammlung in Osterberg und Weiler gedacht. Fünf Spenden seien bereits eingegangen, so Rogg, mit einem Gesamtbetrag von 2350 Euro.

Geplante Renovierungszeit von März bis Oktober

Sanierung nur mit vereinten Kräften bezahlbar

Anhand der Aufnahmen und Gutachten wurde für die Besucher des Pfarrfamilienabends schnell die Dringlichkeit der Sanierungsmaßnahmen klar. Die Mauerlatten im Langhaus sind teilweise durch Braunfäule zerstört und im Chorraum allesamt morsch. Bei 80 Prozent der Deckenbalken sind die Enden durch Braunfäule zerstört. Über dem Chorraum fehlt eine Deckenbalkenaufhängung in Feldmitte, sodass beim Begehen die mächtigen Holzteile schwingen.

Durch den maroden Dachstuhl hat sich die Statik verschoben, und das Dach drückt bereits aufs Mauerwerk. An den Langfenstern und Brüstungen sind Risse entstanden, die weit hinab reichen. Das Mauerwerk ist teilweise feucht, was zu Salzausblühungen geführt hat.

Immerhin konnte Paul Hartinger seine Zuhörer beruhigen, dass noch keine unmittelbare Gefahr für die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtete Kirche bestehe, wenn die Arbeiten zügig vorangingen. Für die geplante Instandsetzung sind bereits Vorarbeiten geleistet worden. Bestandsaufnahme, Schadensplan, Instandsetzungsgutachten liegen vor, ein Baugrundgutachten befindet sich in Arbeit. Die Ausschreibung ist Ende Januar geplant, Ende Februar sollen die Arbeiten vergeben werden. Im März könnten die Zimmerer beginnen und voraussichtlich im Juni fertig werden. Im Juli sind Putzarbeiten vorgesehen, von August bis September kommen die Maler. Mit Erd- und Pflasterbauarbeiten im September und Oktober könnte alles abgeschlossen werden.

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