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Unterallgäu

18.05.2015

Sozialarbeiterin für Berufsschulen

Ausschuss genehmigt Viertel-Stelle in Memmingen

Ab dem Schuljahr 2015/2016 wird an der Außenstelle Memmingen der Berufsfachschule Mindelheim wieder eine Jugendsozialarbeit im Umfang einer Viertel Vollzeitstelle eingerichtet. Diesen Beschluss hat der Unterallgäuer Jugendhilfeausschuss in einer Sitzung in der Jugendbildungsstätte Babenhausen einstimmig gefasst. Die erforderlichen Mittel von rund 15000 Euro pro Jahr seien im Haushalt bereitgestellt, sagte Landrat Hans-Joachim Weirather auf Nachfrage.

Bereits im Juli 2010 habe der Jugendhilfeausschuss die Einrichtung von Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) an der Berufsschule Mindelheim (2000 Schüler) sowie den Außenstellen Bad Wörishofen (600 Schüler) und Memmingen (200 Schüler) im Umfang einer Vollzeitstelle befürwortet, informierte Weirather. Aufgrund der Bundesmittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket war die staatliche Förderung für Jugendsozialarbeit für die Jahre 2011 bis 2013 ausgesetzt worden. Im November 2011 habe die Regierung von Schwaben die Genehmigung für den vorzeitigen Beginn der JaS an der Berufsschule Mindelheim mit der Aussicht auf Überleitung in die Regelförderung ab 2014 erteilt. Die seit September 2011 bestehende Stelle sei mit Sozialpädagogin Anna Wittmann besetzt.

Eine Aufteilung der Stelle zur Mitversorgung der Außenstelle Bad Wörishofen wurde nicht befürwortet. Außerdem habe die Regierung klargestellt, dass auch die Außenstelle Memmingen nicht durch eine staatliche geförderte Stelle mitversorgt werden könne, da es sich bei den dortigen Berufsfachschulen nicht um Regelschulen handle.

„Ohne die Hilfe unserer Sozialarbeiter kämen wir nicht mehr zu Rande“, erklärte stellvertretender Schulleiter Reinhard Vetter dem Jugendhilfeausschuss. Eine Berufsschule im heutigen Stil benötige Sozialarbeit. Eine aktuelle Umfrage bei den Klassenlehrern durch das Kreisjugendamt Unterallgäu habe großen Unterstützungsbedarf, vor allem in Bezug auf Verwahrlosungstendenzen, Sprach- und Kulturproblemen sowie Aggression, Mobbing, Schulunlust und psychische Probleme, aufgezeigt. „Unsere Schüler kommen oft mit einem ganzen Rucksack voller Probleme“, verdeutlichte Jugendsozialarbeiterin Anna Wittmann. (clb)

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