Handball

17.12.2018

Der dritte Derbysieg der Saison

Höchste Alarmstufe in der Burlafinger Abwehr. Von links: Susanne Dehm, Michaela Burghardt, Dominique Dirr.
2 Bilder
Höchste Alarmstufe in der Burlafinger Abwehr. Von links: Susanne Dehm, Michaela Burghardt, Dominique Dirr.

Ihr Lokalrivale SC Lehr macht den Spielerinnen aus Burlafingen in dieser Saison keine Angst. Trotzdem droht das Spiel in der zweiten Halbzeit zu kippen

Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal in dieser Saison haben die Handballerinnen der SG Burlafingen/Ulm im Derby die Oberhand über den SC Lehr behalten – zum Rundenauftakt und im ersten Rückrundenspiel am Samstag in der Württembergliga sowie einmal im württembergischen Pokalwettbewerb. Obwohl Siege gegen Lehr wohl langsam zur Gewohnheit werden, jubelten die Spielerinnen der SG nach dem 20:16 am Samstag fast so, als ob sie die Meisterschaft gewonnen hätten. Dabei geht es für sie eher um den Klassenerhalt. Mit dem wichtigen Erfolg über den alten Rivalen hat sich das Team von Trainer Ralph Pfeiffer etwas Luft verschafft. Es liegt nun mit 9:15 Zählern vier Punkte vor dem SC Lehr, der mit 5:19 Punkten direkt hinter der SG auf Platz zehn rangiert.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

„Das war ein typisches Kellerduell, in dem wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben“, befand Pfeiffer. „Wir haben zu viele klare Chancen liegen gelassen. In der Abwehr waren wir sehr gut, im Angriff gibt es Steigerungspotenzial. Unterm Strich war unser Sieg verdient.“ Verdient auch deshalb, weil die Gastgeberinnen vom 3:2-Zwischenstand an durchweg in Führung lagen und weil sie in der Schlussphase, als es noch mal eng wurde, mit ganzem Willen zur Sache gingen und den Sieg dann noch sicher nach Hause brachten. Überragend war dabei neben Abwehrchefin und Spielmacherin Carolin Luxenhofer Rechtsaußen Iris Blankenship. Die quirlige Spielerin war oft nur per Foul zu bremsen. Der SCL packte auch bei deren Mitspielerinnen gut zu und Blankenship trat in den 60 Minuten sieben Mal zum Siebenmeter an – und traf alle sieben Strafwürfe. Mit insgesamt neun Treffern war sie die mit Abstand erfolgreichste Spielerin auf dem Feld.

Es wurde auf beiden Seiten hart gekämpft, aber die Partie blieb trotzdem fair. Bald führten die Einheimischen mit 7:3 und bei Halbzeit mit 10:5.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nach der Pause holten die Gäste, die nun besser auf die SG eingestellt waren, auf 10:13 auf, doch dann war Burlafingen/Ulm wieder zweimal erfolgreich und beim 15:10 schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch der SCL gab nicht auf. Als Elena Kramer für Lehr zum 15:16 verkürzte, schien die Partie noch zu kippen. Aber das Pfeiffer-Team schlug mit Treffern von Helen Marotti, Dominique Dirr und Iris Blankenship zurück. Beim 19:15 zwei Minuten vor Schluss war das Spiel entschieden.

„Das war schon ein Befreiungsschlag“, sagte Carolin Luxenhofer, der die Anstrengung noch ins Gesicht geschrieben stand. „Es war auch etwas Glück dabei. Jetzt wollen wir uns ins gesicherte Mittelfeld absetzen.“

Beste Werferinnen Burlafingen: Blankenship (9/7), Kilian (3).

Beste Werferinnen SC Lehr: Fischer (5/1), Ruhland (4/4).

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren