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26.06.2009

Die Gunst der Stunde genutzt

Ulm-Wiblingen (mis) - Der TV Wiblingen hat es geschafft. Nach 22-jähriger Abstinenz kehren die Ulmer Vorstädter in die Fußball-Landesliga zurück.

Der Meistertitel in der Fußball-Bezirksliga kam allerdings überraschend und war keineswegs geplant. "Wir wollten uns eigentlich erst einmal in der Bezirksliga etablieren und nichts mit dem Abstieg zu tun haben", erklärt Coach Bernd Pfisterer. Nach 21 Punkten aus den ersten sieben Spielen war aber klar, dass mehr möglich sein würde. "Da waren wir noch nicht einmal am Limit", blickt Pfisterer zurück. Zudem leisteten die vermeintlichen Titelkandidaten aus Senden und Regglisweiler ständig Hilfestellung. Wiblingen hingegen blieb als einziges Team konstant und legte mit der Tabellenführung vom zweiten bis zum letzten Spieltag völlig verdient einen förmlichen Start-Ziel-Sieg hin.

Der TV Wiblingen stellte die stabilste Abwehr und war klar das beste Heimteam. Die tolle Heimbilanz reichte, um die schwächeren Auftritte auf des Gegners Platz zu kompensieren. In dieser Teilwertung blieb dem TVW nur der dritte Rang. "Das Team hat einen wirklich tollen Charakter und war dank der guten Vorbereitung topfit. Oft haben wir Spiele erst in der Schlussphase entschieden", analysiert der Trainer die Grundlagen des Erfolgs.

Der Wille des Teams war auch nach Abschluss der Saison deutlich zu erkennen. Nichts war es mit großen Sausen nach dem Titel. Abgesehen von einem Mannschaftsessen bei einem Sponsor dominierte der Blick auf die anstehenden Aufgaben. So zogen es die Wiblinger vor, sich mit der Teilnahme am Erdinger-Cup vorzubereiten, anstatt auf Mannschaftsfahrt die Gläser klingen zu lassen. "Am 16. Juli geht es wieder los. Wir werden gleich siebenmal pro Woche trainieren und das Team zieht mit", erklärt Pfisterer.

Die Gunst der Stunde genutzt

Mit Dario Miholjac, Nicki da Silva (A-Jugend TSV Neu-Ulm), Timo Kaintzyk (TSV Neu-Ulm), Bulut Arslan (A-Jugend SSV Ulm 1846), Tomislav Jauer (Allmendingen) und Sener Berber (FC Neenstetten) stehen auch schon Neuzugänge parat. "Ich möchte keine detaillierte Prognose geben. Wir werden aber genauso konzentriert arbeiten und wollen den Abstieg verhindern", nennt der Trainer die Ziele in der Landesliga. Für Pfisterer ist die kommende Runde eine Reise ins Ungewisse. Der Coach kennt sich eher mit der Staffel vier aus und nach dem Abstieg von FC Silheim, SV Oberroth und TSV Neu-Ulm ist die Staffel zwei eine fast derbyfreie-Zone.

"Für uns ist das im Grunde eine tote Liga", hadert Pfisterer. Ein großer Vorteil bleibt dennoch: Wiblingen konnte im zurückliegenden Spieljahr die Gunst der Stunde nutzen und sich aus der in der anstehenden Saison sicher heiß umkämpften Bezirksliga verabschieden.

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