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11.01.2021

Ulm verliert mit dem letzten Wurf

Troy Caupain war nach der Schlusssirene fassungslos.
Foto: imago-images/Eibner

Dramatische Endphase gegen Ludwigsburg

Mal spielt Ratiopharm Ulm schlecht, mal spielt Ratiopharm Ulm gut. Aber in aller Regel findet die Mannschaft derzeit einen Weg, ihre Spiele in der Basketball-Bundesliga zu verlieren. So wie am Samstag beim Derby in Ludwigsburg. Die Ulmer waren viel besser als in den Partien zuvor, aber in einer dramatischen Schlussphase setzte sich der Tabellenführer mit 89:87 durch.

Die Mannschaft von Trainer Jaka Lakovic wurde also nicht belohnt für eine klare Leistungssteigerung und kassierte die fünfte Niederlage im sechsten Spiel. Ulm ließ vorne den Ball gut durch die eigenen Reihen zum freien Schützen laufen, packte hinten zu und führte im Derby beinahe durchgehend. Nachdem Christoph Philipps zwei Freiwürfe getroffen hatte, war der Vorsprung sechs Minuten vor Spielende auf zehn Punkte angewachsen (78:68). Das liest sich komfortabel, aber spätestens seit dem Ulmer Spiel gegen Bamberg am vergangenen Mittwoch ist bekannt, was in einer Schlussphase noch alles schief gehen kann. Es ging auch diesmal schief für die Ulmer.

Das begann mit den Schiedsrichter-Entscheidungen. Das Gespann um Christof Madinger pfiff allein im letzten Viertel vier Offensivfouls gegen die Ulmer. Drei dieser Entscheidungen waren nachvollziehbar, die gegen Dylan Osetkowski knapp zwei Minuten vor Schluss war es nicht. Der Ulmer Center kassierte in dieser Szene auch noch ein technisches Foul, Ludwigsburg bedankte sich mit drei Punkten zum 82:82-Ausgleich und es war angerichtet für eine verrückte Endphase dieses Spiels: Bei noch 17 Sekunden auf der Uhr und einer 87:82-Führung sah der Tabellenführer schon wie der sichere Sieger aus. Doch es folgten ein wilder Dreier von Thomas Klepeisz, ein anschließender Ballgewinn an der Ludwigsburger Grundlinie und ein Korbleger von Troy Caupain. Spielstand somit 87:87 und noch acht Sekunden Zeit für die Mannschaft aus der Barockstadt beim letzten Angriff.

Natürlich nahm der Ludwigsburger Tausendsassa Jaleen Smith diesen vermeintlich letzten Wurf von ganz weit draußen. Der Ball landete zwar nur seitlich am Brett, er prallte aber zurück aufs Feld, ditschte sogar noch einmal auf dem Parkett auf und fiel genau in die Hände von Jordan Hulls. Unter einem Rebound stellt man sich im Basketball etwas anderes vor. Den nur 1,80 Meter großen Ludwigsburger Spielmacher interessierte das natürlich gar nicht. Ungestört von allen weit weg stehenden Ulmern legte er mit der Sirene den Ball zum Ludwigsburger Sieg in den Korb.

Ratiopharm Ulm: Klepeisz (17 Punkte), Caupain (15), Obst (12), Osetkowski (10), Philipps (8), Günther (7), Heckmann (7), Holman (7), Conger (4), Wilkins.

Beste Ulmer Rebounder: Osetkowski (8), Klepeisz (4), Obst (4).

Beste Ulmer Dreierschützen: Klepeisz (3/5), Caupain (3/6).

Ulmer Trefferquote: 51 Prozent (25/49).

Beste Ludwigsburger Werfer: Brown (19), Smitz (16), Wohlfarth-Bottermann (14).

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