1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Deisenhausen treibt Kindergarten-Bau voran

Deisenhausen

27.05.2019

Deisenhausen treibt Kindergarten-Bau voran

Aus der räumlichen Nähe von Grundschule, Kinderkrippe und Kindergarten werden positive Auswirkungen auf die Kinder erwartet.
Bild: Gemeinde Deisenhausen

Verantwortliche diskutieren über Durchgang und Parkplätze. Die Lärmbelastung ist ebenfalls ein strittiger Punkt.

Die Gemeinde Deisenhausen treibt den Bau eines neuen Kindergartens unmittelbar an der Grundschule in Deisenhausen voran. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Architekt Thomas Miller aus Krumbach eine zweite Entwurfsplanung – erweitert auf drei Gruppen – vor. Dies war notwendig geworden, weil die Gemeinde Wiesenbach, deren Kinder bisher den Kindergarten in Deisenhausen und Neuburg besuchen konnten, inzwischen einstimmig beschlossen hat, ihren Eltern allein den Besuch in Deisenhausen zu empfehlen. Die Nutzfläche wird von 429 auf rund 510 Quadratmeter vergrößert.

Die neue Planung hält sich hinsichtlich Grundrisses und funktioneller Gestaltung an den in einer vorhergehenden Sitzung bereits vorgestellten Entwurf. Alle Räume kommen, symmetrisch von Norden nach Süden angeordnet, unter ein gegenläufiges Pultdach. Die Gruppenräume gewinnen durch die Integration einer Galerie an Attraktivität. Mehrzweckraum und Speiseraum können für größere Veranstaltungen über eine mobile Wand zu einem Saal erweitert werden. Zwischen der im Süden angesiedelten Kinderkrippe und Kindergarten ist für die Grundschüler ein Durchgang zum westlich gelegenen Sportgelände angedacht.

Könnte der Durchgang zusätzlichen Lärm bringen?

Im Verlauf der Diskussion, in welcher auch Kindergartenpersonal und Vertreter des Elternbeirats von ihrer Redeerlaubnis üppig Gebrauch machten, äußerte vor allem der zweite Bürgermeister Franz Durm die Befürchtung, dass von den Grundschulkindern beim Durchlaufen dieser Schleuse Lärm auf Krippe und Kindergarten ausgeübt wird. Die Erzieherinnen dagegen sehen hier Berührungspunkte für eine bessere Kooperation zwischen Schule und Kindergarten, was ja durch die räumliche Nähe der beiden Einrichtungen bezweckt werde.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Sehr kontroverse Meinungen gab es beim Thema Parkplatz, den einige Sprecher ganz auf die östliche Seite der Nattenhauser Straße verbannen wollten. Doch sieht die Mehrheit des Gremiums das Überqueren dieser Straße für Eltern und Kinder als zu gefährlich an. Als Lösung wurde gefunden, die Autos über die bereits bestehende Stichstraße südlich der Schule entlang in einer Art Ringverkehr weiterzuführen. Entlang der Schule entstehen dann in zwei Reihen ausreichend Parkplätze. Gleichzeitig wird der Parkplatz östlich der Nattenhauser Straße optimiert.

Der Vorschlag eines Gemeinderates, die günstige Richtung des Gebäudes für das Aufbringen einer PV-Anlage zu nutzen, kommt, versprach Bürgermeister Norbert Weiß, rechtzeitig auf die Tagesordnung. Weiß würde gerne noch im späteren Herbst die Baugewerke ausschreiben, damit bereits im Frühjahr des kommenden Jahres mit dem Bau begonnen werden kann.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren