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Thannhausen

11.10.2019

Hier entsteht eine attraktive Ecke für Thannhausen

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4 Bilder
Dort wo jetzt noch die Mindel über ein Wehr hinunterstürzt, soll der Fluss im Rahmen der Baumaßnahmen besser erlebbar gemacht werden. Bei der Umsetzung des Projekts sollen noch weitere Attraktionen eingerichtet werden.
Bild: Stefan Reinbold

Plus In Thannhausen ist eine ganze Reihe an Maßnahmen geplant, die den Zugang zur Mindel erleichtern und sie als Naherholungsfaktor aufwerten sollen.

Mit dem Hochwasserschutzprojekt kann Thannhausen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe fangen. Neben dem Schutz vor Hochwasser soll auch die Mindel verstärkt als Gewässer erfahrbar werden und die Erholungsfunktion gestärkt werden. Dazu hat sich das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth gemeinsam mit dem Planungsbüro Schegk verschiedene Einzelmaßnahmen einfallen lassen, die zuletzt vor dem Stadtrat präsentiert wurden.

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Naturnahe Gestaltung des Mündungsbereichs der Hasel in Thannhausen

Das Büro Schegk wurde deshalb ausgewählt, weil es, wie Anna-Lisa Vollmer, Ansprechpartnerin für das Thannhauser Hochwasserschutzprojekt beim Wasserwirtschaftsamt, erklärte, bei der Thannhauser Innenstadtgestaltung federführend beteiligt ist. So würden die angedachten Einrichtungen „aus einer Hand“ geplant.

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Im Blickfeld steht dabei vor allem der Bereich südlich der Turnhalle und Sportplätze. Neben einer Reihe von Infotafeln entlang der Spazier- und Radwege, die die Joggingstrecken, Rad- und Spazierwege in der Gegend aufführen sowie die verschiedenen Hochwasserschutzmaßnahmen und -bauten näher erklären sollen, hat das Planungsbüro auch einen Lehrpfad zum Thema Wasser angedacht. Gegebenenfalls könnte dieser thematisch an den Lehrpfad im Hansenhohl anknüpfen.

In der Planskizze sind die Bereiche eingezeichnet, wo Elche Maßnahmen angedacht sind.
Bild: Planungsbüro Schegk

Ferner sieht der Plan eine naturnahe Gestaltung des Mündungsbereichs der Hasel in die Mindel vor. Aktuell tosen hier die Wassermassen noch durch ein inzwischen etwas romantisch anmutendes Drossel- und Schleusenbauwerk. Insgesamt soll dieser Bereich freizeittechnisch aufgewertet werden, indem etwa eine Art Aussichtsplattform auf dem Dammbauwerk errichtet wird. Am Ende eines Versorgungsweges entsteht eine erhöhte Wendeplatte, die in diesem Sinne verwendet werden kann.

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Unterhalb davon könnten sich Sonnenterrasse gruppieren, die zum Sitzen oder Liegen einladen. Gegenüber, auf Höhe der Abzweigung des Mühlbachs würde sich ein Wasserspielplatz integrieren lassen. Südlich der Sportplätze hat das Planungsbüro auch einen Zugang zum Wasser vom derzeitigen Freizeitgelände angedacht, das im Zuge der Maßnahmen ebenfalls aufgehübscht werden könnte.

Thannhausen muss für die Maßnahmen rund 100 000 Euro aufbringen

Insgesamt veranschlagt das Wasserwirtschaftsamt geschätzte Kosten in Höhe von rund 364000 Euro, da sich Stadt und Freistaat die Kosten für den Hochwasserschutz teilen, müsste Thannhausen lediglich 27 Prozent davon tragen. Grob gerechnet etwas weniger als 100000 Euro. Unterhalt, Betrieb und Instandhaltung würden ebenfalls in der Verantwortung der Stadt liegen.

Ein großes Schild warnt aktuell noch vor Lebensgefahr im Vorfeld des Wehrs. Später soll der Uferbereich und die Mindel einmal zum Baden und Entspannen genutzt werden.
Bild: Stefan Reinbold

„Die Idee ist glaub ich nicht schlecht“, formulierte Bürgermeister Georg Schwarz mit einem vorsichtigen Blick auf’s Geld. Andererseits sei eine staatliche Förderung von 73 Prozent der Kosten kein schlechtes Angebot. Dem pflichtete Herbert Fischer (CSU) bei. Es müssten ja nicht alle angedachten Maßnahmen umgesetzt werden. „Unterm Strich haben wir 100000 Euro auch schon für weniger sinnvolle Sachen ausgegeben.“ Schwarz schlug vor, den Planer Ludwig Schegk einzuladen, um die konkreten Pläne zu besprechen. Dies könne im Zuge der weiteren Planung der Christoph-von-Schmid-Straße geschehen. Insbesondere für den Wasserspielplatz machte sich Alois Held (CSU) stark. In benachbarten Gemeinden seien ähnliche Einrichtungen gut besucht und hätten sich vor allem für Eltern mit kleinen Kindern als Attraktion erwiesen.

Folgekosten für die Stadt Thannhausen nicht aus dem Blick verlieren

Da der Lehrpfad gut die Hälfte der Kosten ausmache, sei zu überlegen, „ob man das braucht“. Meinrad Veth (Grüne) mahnte, die Folgekosten für die Stadt nicht aus dem Blick zu verlieren. Daran dachte auch Josef Brandner (Freie Wähler), der darüber in einer der nächsten Sitzungen gesondert sprechen wollte. Insgesamt beurteilte er die Maßnahmen jedoch als „Chance, die wir nutzen sollten“. Josef Merk (CSU) äußerte Bedenken in Bezug auf die Verkehrssicherungspflicht der Stadt.

Schön anzusehen, aber bislang nur von Außen erlebbar ist der Bereich des Teilungswehrs an der Mindel. Hier fließt die Hasel in die Mindel und der Mühlbach wird gespeist.
Bild: Stefan Reinbold

Vor allem am Wasser, betrachte er diesen Punkt als kritisch. „Wenn wir über alles nachdenken, wofür wir überall haftbar gemacht werden könnten, dann dürfen wir gar nichts mehr machen“, versuchte Schwarz die Bedenken zu zerstreuen. „Wir stehen dem sehr positiv gegenüber. Thannhausen erhält hier eine attraktive Ecke für wenig Geld“, fasst Stefan Herold (SPD) die Stimmung letztlich zusammen.

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