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Landkreis Günzburg
29.08.2017

Trinkwasserschutz auf dem Prüfstand

Immer wieder überarbeitet das Bayerische Landesamt für Umwelt seine Richtlinien für Wasserschutzgebiete. Läuft die Erlaubnis einer Kommune für die Trinkwasserentnahme aus, müssen unter Umständen die Schutzgebiete angepasst werden. (Symbolfoto)
Foto: Bernhard Weizenegger

In bestimmten Abschnitten müssen die Genehmigungen für die Trinkwasserentnahme neuen Anforderungen angepasst werden. Müssen weitere Kommunen im Kreis ihr System umstellen?

Man neigt in diesem Land dazu, sauberes Wasser als unerschöpfliches Gut zu betrachten. Schließlich kommt von oben ja regelmäßig etwas nach. Doch sauberes Trinkwasser ist auch in Mittelschwaben keine Selbstverständlichkeit mehr. Nicht nur die direkt vom Menschen verursachten Umwelteinflüsse etwa durch Luftverschmutzung oder der intensive Einsatz von Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln gefährden die Qualität des Trinkwassers, sondern auch der Klimawandel. Weil auch die Versorger im Landkreis Günzburg häufig über Flachbrunnen das Grundwasser in den relativ nahe an der Oberfläche liegendenden wasserführenden Kiesschichten in den Tälern von Mindel oder Günz anzapfen, ist dieses System besonders sensibel. Im Mindeltal bei Thannhausen etwa stößt man in manchen Bereichen bereits ab einer Tiefe von einem Meter auf Grundwasser, erklärt Armin Wiesmüller vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. Mit zunehmend trockeneren Sommern bilden sich Risse in der Deckschicht über dem Kies, die das Grundwasser sonst vor Schadstoffeinträgen schützt. Diese Risse reichen zum Teil bis zu einem Meter tief in den Boden. Damit ist die Fähigkeit des Bodens, bestimmte Stoffe, wie etwa Nitrat, zurückzuhalten und durch mikrobielle Abbauprozesse für uns Menschen unschädlich zu machen, gestört, erläutert Dr. Armin Hagemeister vom Planungsbüro Kling Consult, der die Bohrung bei Thannhausen als Geologe begleitet. Seiner Erfahrung nach haben sich die Schadstoffwerte, die unter anderem auch über die Landwirtschaft ins Grundwasser gelangen, in den vergangenen Jahren spürbar erhöht. An manchen Stellen im Landkreis seien durchaus auffällige Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln gemessen.

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