1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Neue Herausforderungen für Landwirte im Kreis Günzburg

Landkreis Günzburg

22.05.2019

Neue Herausforderungen für Landwirte im Kreis Günzburg

Die Bauern müssen vieles beachten.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archivfoto)

Auf der Frühjahrstagung des Bayerischen Bauernverbands haben sich Ortsobmänner über „Rettet die Bienen“ und die Blauzungenkrankheit ausgetauscht.

Zu einer gemeinsamen Frühjahrstagung haben sich die Ortsobmänner des Bayerischen Bauernverbands aus den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg in Oberwiesenbach getroffen. Andreas Wörle, Kreisobmann des Landkreises Neu-Ulm, informierte zur Begrüßung über den Stand der Verhandlungen zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Er zeigte sich erleichtert, dass die Initiatoren des Volksbegehrens und die Politik sich an einem „Runden Tisch“ zusammengefunden haben und dass es gelungen ist, die gegenseitigen Argumente in einer sachlichen Atmosphäre auszutauschen.

Der Gesetzentwurf des Volksbegehrens geht jetzt in die parlamentarische Gesetzgebung. Mit einem Begleitgesetz könne noch einiges korrigiert und der Praxis angepasst werden. Artenschutz sei eine gesellschaftliche Aufgabe und alle müssten ihren Beitrag dazu leisten.

Bei den Gesprächen sei es auch gelungen, das gegnerische „Feindbild Bauernverband“ aus der Schusslinie zu nehmen. Es sei den Gegnern gelungen, der Öffentlichkeit den Eindruck eines guten Bauern, aber bösen Bauernverbands zu vermitteln. Damit war die Thematik Öffentlichkeitsarbeit angesprochen. „Auf die Öffentlichkeit zugehen – Falle oder Chance“ war der Titel des Vortrages von Markus Peters, Pressesprecher des Bayerischen Bauernverbands. Viel Kritik wird an der heutigen Landwirtschaft, in der nur noch 1,9 Prozent der Bevölkerung beschäftigt sind, geübt. Mit Begrifflichkeiten wie Massentierhaltung, Antibiotika, Insektensterben, Agrarindustrie und anderen Schlagworten werden Emotionen angesprochen. Die Menschen wünschten sich eine Umwelt, die ihren Vorstellungen und Idealen entspricht. Die hohen Verkaufszahlen von Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren neu erschienen sind, förderten noch diese Vorstellungen vom idyllischen Landleben mit schönen Fotos und verklärten Darstellungen. Technischer Fortschritte werde oft nicht mehr als Fortschritt und Verbesserung der Lebensqualität wahrgenommen, sondern als Risiko. Umso bedeutender sei die Rolle eines jeden Einzelnen in Gesprächen und oft entscheidend, ob eine erfolgreiche Kommunikation zustande kommt. Peters führte einige Eckpunkte für die Kommunikation auf: Wichtig sei es, aufeinander zuzugehen. Landwirte gelten als glaubwürdig. Man sollte keine Sachdiskussionen mit vielen Fachbegriffen führen. Die meisten Leute sind interessiert und möchten mehr wissen und verstehen. Landwirte sollten nicht diese Schlagworte wie Massentierhaltung und andere benutzen, was aber oft geschieht. Peters erläuterte seine Ausführungen an einigen Beispielen, insbesondere mit einer Analyse der Werbung aller Aktivisten für das Volksbegehren.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Landkreis Günzburg ist Sperrgebiet wegen Blauzungenkrankheit

Ein Thema, das die Rinderhalter betrifft, wurde noch kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt. Franz Schmid vom Veterinäramt informierte über die Blauzungenkrankheit bei Rindern im Landkreis Günzburg, der zum Sperrgebiet erklärt wurde. Rinder dürfen das Sperrgebiet nur unter strikter Beachtung von Auflagen verlassen. Der freie Tierverkehr mit Wiederkäuern ist eingeschränkt. Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Wiederkäuer befällt. Überträger sind Mücken. Die Krankheitssymptome befallener Tiere ähneln denen der Maul- und Klauenseuche. Eine vorbeugende Impfung ist gegen bestimmte Typen des Erregers möglich.

Ein Impfserum stehe aber nicht ausreichend zur Verfügung. Für Menschen sei die Krankheit nicht gefährlich, Fleisch- und Milchprodukte können daher ohne Bedenken verzehrt werden.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Pr%c3%a4g_Geslleschafter_2019.tif
Krumbach

Eine Heizölfirma baut jetzt auch auf Senioren

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen