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27.02.2015

Rekordsumme für Menschen in Not

Spender und Helfer vereint. Das Ringeisen-Gymnasium Ursberg reichte den Erlös des Adventsbasars an elf verschiedene Hilfsprojekte weltweit und in der Region weiter – insgesamt 15400 Euro. Bei einer gemütlichen Runde in der Cafeteria des Gymnasiums berichteten die Helfer über ihre Projekte.

Das Ringeisen-Gymnasium spendet den Erlös des Adventsbasars – insgesamt 15 400 Euro – an elf verschiedene Hilfsprojekte in der Region und weltweit

Die stattliche Summe von 15400 Euro hat das Team des Ursberger Ringeisen-Gymnasiums bei seinem Adventsbasar eingenommen. Auch in diesem Jahr wurde der Betrag unter elf Hilfsorganisationen weltweit verteilt. Mit der Kartei der Not, der ökumenischen Hospizinitiative Krumbach, dem Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach werden auch hilfsbedürftige Menschen in der Region unterstützt.

„Wir sind ja mittlerweile wie eine kleine Familie. Man kennt sich schon“, begrüßte Schulleiter Georg Gerhardt die Unterstützer der jeweiligen Projekte, die die Spenden in Empfang nahmen.

Das Leserhilfswerk unserer Zeitung unterstützt seit fünf Jahrzehnten Menschen in Not. Allein im Verbreitungsgebiet der Mittelschwäbischen Nachrichten wurden im vergangenen Jahr knapp 26000 Euro an kurzfristigen Hilfsleistungen an Bedürftige ausgezahlt. Ein aktuelles Projekt ist der Bau des Ellinor-Holland-Hauses, eine Einrichtung für alleinerziehende Mütter oder Väter, Behinderte und Senioren, die oft am Existenzminimum leben. Ziel ist es, die Einzelfallhilfe zu erweitern, denn oft reicht eine einmalige Finanzspritze nicht aus, um Menschen wieder ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

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Familie Joos aus Kettershausen setzt sich seit Jahren für Hilfsprojekte in Haiti ein. Derzeit unterstützt sie den Bau eines Waisenhauses, der Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Im kommenden Jahr soll auch eine Schule gebaut werden. Im März erhalten die Helfer vor Ort zusätzliche Unterstützung zweier Krankenschwestern aus Deutschland und der Schweiz.

Schwester Maria Hausner unterstützt Menschen in Rumänien. Dort werde eigentlich fast immer etwas gebaut, berichtet Unterstützer Karl Miller aus Ziemetshausen. Im vergangenen Jahr wurde dort eine Bibliothek errichtet. Pater Josef betreibt dort eine Kindergartengruppe im Vorschulalter, erstaunt erzählt Miller, dass die Kinder bei seinem letzten Besuch sämtliche deutsche Weihnachtslieder mit allen Strophen auswendig und auf deutsch singen konnten.

In diesem Jahr geht ein Teil der Spenden an die Förderschule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Rektor Konrad Bestle nahm den Betrag entgegen. Mit dem Geld könne ein Lehrer eine sogenannte Tablet-Gruppe aufbauen, die den Schülern ein multimediales Sprachlernangebot bietet. Der Staat gebe dafür kein Geld, wie Bestle berichtet.

Das Projekt der Diözese Deán Funes in Argentinien unterstützt drogenabhängige Jugendliche auf dem Weg zurück in ein geregeltes Leben. Da hinter dem Projekt kein Verein steht, können nur kleine Schritte realisiert werden. Zuletzt konnte dort ein Gewächshaus und eine Sporthalle gebaut werden, wie Paula Gärtner berichtet. Der Bruder von ihrengagiert sich dort für die Jugendlichen.

Etwa 600 Internatskinder versorgt das Geistliche Zentrum Urbi in Tansania pro Tag. Insgesamt 14 Gebäude müssten dort mit Wasser versorgt werden. Bislang sorgen drei Brunnen dafür, doch wenn eine Regenzeit ausfällt, ist das zu wenig. Daher müssen zusätzliche Brunnen gebohrt werden. Dafür soll die Spende verwendet werden.

Das Kinderhospiz in Bad Grönenbach betreut unheilbar kranke Kinder. 270 Kinder und Familien wurden in den vergangenen Jahren begleitet. Acht Familienplätze sind verfügbar.

Die ökumenische Hospizinitiative Krumbach und Umgebung hat derzeit 72 Mitarbeiter, davon 59 ehrenamtliche. Die Zahl der Helfer steige, berichtet Vorsitzende Dr. Anneliese Hösch. Dadurch konnte auch die ambulante Kinderhospizhilfe ausgebaut werden. Das Spendengeld werde in die Ausbildung der Mitarbeiter gesteckt.

Im Zuge dieses Projektes wurden in Kambodscha zwei Schulen errichtet. 330 Schüler können hier zum Unterricht gehen. Eine Nähschule, eine Sekretärinnenschule und eine zweite Grundschule sollen noch gebaut werden.

in Nordostindien Die Missionare vom Orden des Heiligen Franz von Sales sind in Indien aktiv. Dort betreiben die Ordensleute ein Internat. Das gespendete Geld soll für die Ausbildung und die Bereitstellung sauberen Wassers verwendet werden.

Im Waisenhaus „Children of Joy Home“ der Salvatorianerinnen auf Sri Lanka werden Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen, die nicht zu Hause leben können, unterstützt. Mit den Spenden wird ihnen eine Ausbildung ermöglicht und damit die Chance, ihr Lebensglück selbst in die Hand zu nehmen. (rbod/lmm)

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