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Thannhausen

07.08.2020

Stellvertreter wird Schulleiter an der Realschule Thannhausen

Der bisherige Zweite Konrektor Frank Decke wird neuer Schulleiter der staatlichen Christoph-von-Schmid-Realschule in Thannhausen.
Bild: Markus Landherr

Plus Frank Decke übernimmt die Schulleitung der Realschule und löst Marcus Langguth ab. Welche Schwierigkeiten im neuen Schuljahr auf ihn zukommen.

Die Bewerbung sei ihm sehr leichtgefallen, sagt Frank Decke einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe. Der 62-Jährige übernimmt die Schulleitung der staatlichen Christoph-von-Schmid-Realschule in Thannhausen. Der bisherige Leiter Marcus Langguth wechselt nach acht Jahren erfolgreichen Wirkens an die Realschule Neusäß, um beruflich näher an seinem Heimatort zu sein. Auf den neuen Schulleiter warten bereits einige Herausforderungen.

Decke ist an der Thannhauser Realschule wahrlich kein Unbekannter. Bereits seit 1996 unterrichtet er an der Schule, seit fünf Jahren hatte er die Stelle des Zweiten Konrektors inne. „Wir haben in den letzten Jahren zusammen mit Marcus Langguth, den Kolleginnen und Kollegen in der erweiterten Schulleitung und der gesamten Schulgemeinschaft viele Herausforderungen gemeistert, tolle Projekte erlebt und die Schule nach vorne gebracht“, sagt Decke. Deshalb freue er sich auf die kommende Zeit. Eine funktionierende Gemeinschaft sei für ihn der Schlüssel zum Erfolg bei der Leitung einer Schule.

Realschule Thannhausen: Der neue Schulleiter lebt in Bayersried

Der gebürtige Würzburger lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Bayersried. Nach seinem Lehramtsstudium in München war er als Lehrer unter anderem in Wemding und Fürth sowie an der Waldorfschule in Augsburg tätig, bevor er vor 24 Jahren nach Thannhausen wechselte.

Er übernimmt die Schule von seinem Vorgänger Langguth in geordneten Verhältnissen und trotzdem in einer schwierigen Zeit. „ Corona ist nach wie vor eine echte Krise und vermutlich noch lange nicht ausgestanden.“ Man werde sehen, was der Schulstart im September bringe. Glücklicherweise sei die Realschule Thannhausen bereits vor Beginn der Pandemie digital gut aufgestellt gewesen. So konnten die Schüler problemlos auch zu Hause beschult werden. „Wir haben diesbezüglich viele positive Rückmeldungen von Schülern und Eltern erhalten.“ Trotzdem seien die Schüler sehr froh gewesen, dass sie nach den Pfingstferien wieder zur Schule kommen durften. Schüler die Heimweh nach der Schule hatten – das habe er sich vor der Krise nicht vorstellen können, sagt Decke lachend.

Von Thannhausen nach Neusäß: Realschul-Direktor Marcus Langguth bei der Verabschiedung in der Christoph-von-Schmid-Realschule in Thannhausen.
Bild: Foto AG

Realschule Thannhausen steht vor einer umfangreichen Sanierung

Aber auch ohne Corona-Krise kommen große Projekte auf die Realschule zu. Vermutlich bereits im kommenden Schuljahr stehen umfassende Sanierungsmaßnahmen an. Wohl mindestens für zwei Jahre muss die gesamte Schule deshalb in einen Interimsbau umziehen. Südlich der Fleischwerke Zimmermann werden dafür Container aufgestellt. Das sei zwar eine große Herausforderung, der Umbau biete aber gleichzeitig eine große Chance: „Wir werden damit ein neues Unterrichtskonzept einführen.“

Im sogenannten „Cluster-System“ sind vier Schulklassen durch eine Art Marktplatz miteinander verbunden. Das ermögliche einen individualisierten Unterricht und stärke den Teamgeist der Schülerinnen und Schüler. Arbeitsphasen im Klassenraum wechseln sich dabei mit dem Arbeiten in kleinen Gruppen ab.

Digitalisierung als großes Thema für Frank Decke

Auch die Digitalisierung werde in den kommenden Jahren viel Raum einnehmen. In Abstimmung mit Landrat Dr. Hans Reichhart sei man dabei, sich zu diesem Thema mit anderen Schulen zu vernetzen. Bereits jetzt könnten die Schüler statt schweren Lehrbüchern diese digital auf schulischen I-Pads lesen und damit lernen.

Er freue sich, so Decke, diese großen Aufgaben gemeinsam mit seinem Kollegium, den Mitarbeitern, Schülern und Eltern angehen zu dürfen.

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