Newsticker

Rekordwert: WHO verzeichnet 230.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Wie das Heimatmuseum Krumbach Fördergelder vom Bund einsetzt

Krumbach

25.06.2020

Wie das Heimatmuseum Krumbach Fördergelder vom Bund einsetzt

Das Heimatmuseum in Krumbach hat unter der Corona-Krise zu leiden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Plus Das Heimatmuseum in Krumbach leidet unter der Corona-Krise. Umso gelegener kommt die Finanzspritze vom Bund. Wie das Geld eingesetzt werden soll.

Gute Nachrichten sind manchmal schneller als die Realität: So soll das Mittelschwäbische Heimatmuseum in Krumbach knapp 6200 Euro aus dem „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ des Deutschen Verbandes für Archäologie im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), erhalten. Auch wenn das Geld noch nicht da ist, steht bereits fest, wie es ausgegeben werden soll.

Das Geld sei noch nicht auf dem Konto und einen Förderbescheid habe er auch noch nicht, erklärt Krumbachs Bürgermeister Fischer, derzeit Vorsitzender des Zweckverbandes Mittelschwäbisches Heimatmuseum auf Anfrage unserer Redaktion. Natürlich freue er sich über die Förderung, so Fischer, konnten doch bedingt durch die Corona-Pandemie keine Veranstaltungen stattfinden und auch das Museum nicht geöffnet haben, sodass keine Eintrittsgelder eingenommen wurden. Bei jährlichen Kosten von 140.000 bis 200.000 Euro sei die Fördersumme ein Mosaiksteinchen, um das Museum zu stützen, welches wiederum die Kultur und die Kulturschaffenden in der Region unterstütze.

Heimatmuseum Krumbach: Leiterin stellte den Förderantrag

Museumsleiterin Anita Roth hat selbst den Förderantrag gestellt. Die Stellwände, die das Museum für besondere Aktionen besitzt, seien in die Jahre gekommen, hätten Kratzer und teils auch in ihrer Funktion eingeschränkt, sodass sie die Mittel zweckgebunden für neue Stellwände beantragt habe, erklärte sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wie das Heimatmuseum Krumbach Fördergelder vom Bund einsetzt
Anita Roth ist die Leiterin des Mittelschwäbischen Heimatmuseums. Unser Bild zeigt sie vor dem denkmalgeschützten Altbau.
Bild: Museum Krumbach

20 Jahre verwende das Museum bereits die vorhandenen Stellwände. „Insbesondere die viel beanspruchten Wand-Nuten und vormontierten Stellfüße sind sichtbar abgenutzt. Einzelne Stelltafeln können überhaupt nicht mehr eingesetzt werden, weil deren Statik nicht mehr gegeben ist. Dadurch reduzieren sich die Gestaltungsmöglichkeiten der einzelnen Sonderausstellungen teils erheblich“, formulierte es Roth in ihrem Förderantrag.

Fördermittel für Krumbach kommen aus Bundesprogramm

Laut Ausschreibung soll das Fördergeld helfen, Einrichtungen im ländlichen Raum in ihrem Betrieb und ihrer Weiterentwicklung zu stärken. So werde der Erhalt des immateriellen und materiellen Kulturerbes als wesentlicher Teil der kulturellen Identität in ländlichen Räumen unterstützt. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Die Ausstellungsmodernisierung wird unter anderem auch gefördert. Stellwände fallen in diesen Bereich. Alle Anschaffungen müssen der jeweiligen Einrichtung längerfristig von Nutzen sein. Museumsleiterin Roth geht davon aus, dass die neuen Stelltafeln ebenfalls wieder 20 Jahre lang im Einsatz sein dürften.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren