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Thannhausen

20.07.2020

Wie soll Fotovoltaik in Thannhausen gebaut werden?

Unter welchen Bedingungen man Fotovoltaik-Großanlagen rund um Thannhausen genehmigen will, damit befasste sich der Umweltausschuss der Stadt.
Bild: Matthias Becker

Plus Stadtrat Meinrad Veth fordert eine Grundsatzentscheidung, ob und wie Thannhausen in Sachen Energiewende aktiv werden soll und will. Wie darüber diskutiert wurde.

Einiges zugunsten von Natur und Ökologie bewegen will der neu eingerichtete Umweltausschuss des Stadtrats von Thannhausen. Darüber ist man sich im Ausschuss quer durch alle Fraktionen einig. Aber was soll geschehen? Wer sollen die Akteure sein und wie schnell sollen Maßnahmen umgesetzt werden? Stadtrat Meinrad Veth ( Die Grünen) hatte in einem Schreiben an Bürgermeister Alois Held angeregt, die Stadt solle „über ihre Beteiligung an der Energiewende“ entscheiden und bezog sich dabei auf die „Energieerzeugung durch Großflächenfotovoltaik“.

Bestandsaufnahme zum Thannhauser Energieverbrauch gefordert

Für Peter Schoblocher ( Freie Wähler) ging der Vorstoß von Veth nicht weit genug. Die Stadt sollte sich nicht auf großflächige Fotovoltaik festlegen, sondern zunächst eine Bestandsaufnahme über ihren Energieverbrauch und ihre Energiegewinnung erstellen lassen, beispielsweise über den „European energy award“. Dann sollte sie sich Ziele setzen, beispielsweise ob Thannhausen eine energieautarke Gemeinde werden solle. Überhaupt sollte die Stadt, bevor Fotovoltaikanlagen im Außenbereich realisiert würden, erst einmal die Dachflächen nutzen.

Auch Robert Schmid ( CSU) sprach sich dafür aus, mit den Dachflächen zu beginnen.

Gerd Olbrich (SPD) verwies darauf, dass vier Anfragen zur Errichtung von großflächigen Fotovoltaikanlagen im Stadtgebiet vorlägen. Die Stadt brauche ein unabhängiges Gutachten, welche Flächen für so ein Vorhaben geeignet seien und wo vorrangig eine solche Anlage platziert werden sollte. Dann könnte man mit Sachargumenten über diese Anträge beraten und entscheiden.

Fotovoltaik nicht beliebig in die Landschaft streuen

Monika Wiesmüller-Schwab (CSU) meinte, es wäre wichtig, sich Klarheit zu verschaffen, wo man großflächige Fotovoltaikanlagen im Außenbereich haben wolle, auf keinen Fall sollten sie beliebig in die Landschaft verstreut werden.

Für private Dachflächen sind die Hausbesitzer zuständig

Bauamtsleiter Stephan Martens-Weh verwies darauf, dass die Stadt bei der Fotovoltaik auf den Hausdächern nichts zu entscheiden habe, das sei Sache der Hausbesitzer. Bei Fotovoltaik im Außenbereich sei das anders, hier wirke die Stadt bauplanerisch mit. Der Stadtrat habe bereits beschlossen, „ein Gesamtkonzept für die Errichtung von sogenannten PVA-Freiflächen im Gemeindegebiet“ erarbeiten zu lassen. Der Umweltausschuss sollte hier nachfassen und die Verwaltung mit dem Einholen von Angeboten zur Erstellung des Konzepts beauftragen. Der diesbezügliche Beschluss des Ausschusses war einstimmig.

Meinrad Veth forderte die Fraktionen auf, sich bis zur nächsten Sitzung zu positionieren, wie die Stadt sich an der Energiewende beteiligen wolle. Er nannte drei Alternativen: Die Stadt beteiligt sich erstens nicht an der Energiewende, sondern überlässt dies privaten Investoren. Bei der zweiten Variante würde die Stadt selbst unternehmerisch tätig, bei der dritten Alternative wäre die Stadt lediglich der Initiator eines Unternehmens, das beispielsweise genossenschaftlich verfasst sein könnte.

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