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Landkreis Landsberg

26.08.2020

Brennende Feldscheunen: Anklage gegen zwei Männer erhoben

Weil sie unter anderem mehrere Feldscheunen im Landkreis Landsberg angezündet haben sollen, erhebt die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage gegen zwei junge Männer.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Zwei junge Männer aus dem Landkreis Landsberg sollen Anfang des Jahres mehrere Feldscheunen angezündet haben. Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage gegen die beiden.

Die beiden mutmaßlichen Brandstifter, die im Dezember und Januar mehrere Feldscheunen im Landkreis Landsberg angezündet haben sollen, müssen sich wohl ab Ende Januar vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat Anklage gegen die beiden 24 und 26 Jahre alten Männer erhoben. Was den beiden konkret vorgeworfen wird.

Die Brandserie hatte weit über die Landkreisgrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt. Rund ein dutzend Feldscheunen waren zum Jahreswechsel im südlichen Landkreis in Flammen aufgegangen. Über Wochen hinweg jagte die Polizei die Täter, die unter anderem Feldscheunen, Heuballen, Holzstapel und Mülltonnen sowie -container in Brand setzten. Eine Ermittlungsgruppe wurde eingesetzt, ehe die beiden Männer nach frischer Tat geschnappt werden konnten.

Michael Strohmeier, Erster Polizeihauptkommissar bei der PI Landsberg, bei der Pressekonferenz zur Brandserie im Landkreis Landsberg.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Freunden gemeinschaftliche Brandstiftung in neun Fällen, davon in vier Fällen mit gemeinschaftlicher Sachbeschädigung, versuchte gemeinschaftlicher Brandstiftung in einem Fall und gemeinschaftliche Sachbeschädigung in zwei weiteren Fällen vor. Der Gesamtschaden liegt bei rund einer Million Euro. Das Strafgesetzbuch sieht für Brandstiftung eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren vor. Bleibt die Tat im Versuchsstadium, kann das Gericht den Strafrahmen mildern. Für Sachbeschädigung beträgt der gesetzliche Strafrahmen Freiheitsstrafe von einem Monat bis zu zwei Jahre oder Geldstrafe, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Bei der Brandserie entstand ein Schaden von rund einer Million Euro

Gegen einen dritten Beschuldigten, dem eine Beteiligung an einem Teil der Taten zur Last gelegt worden war, wurde das Verfahren bereits eingestellt, nachdem die Ermittlungen den Anfangsverdacht nicht bestätigt haben.

Unmittelbar nach ihrer Verhaftung äußerten sich die beiden Männer und gaben einen Teil der ihnen zur Last gelegten Taten zu. Dadurch konnten auch etliche Landwirte im Landkreis Landsberg wieder beruhigt schlafen. Aus Angst vor einer Brandlegung organisierten sie Patrouillenfahrten, um ihre Scheunen zu schützen. Der spektakuläre Auftakt der Brandserie war am 14. Dezember: Damals wurde eine Scheune bei Rott angesteckt. Zahlreiche Oldtimer-Traktoren gingen damals in Flammen auf. Am 17. Januar endete die Serie. Kurz nach einer Feuerlegung bei Unterdießen gelang der Polizei die Festnahme der beiden Männer. Sie stammen beide aus dem Landkreis Landsberg und kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei der Bundeswehr. Einer von ihnen hat bereits eine längere Strafakte.

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