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Kreis Landsberg

19.10.2016

Damit Einbrecher keine Chance haben

Sie klärten Bürger über Wohnungseinbrüche auf: Polizeihauptkommissar Jürgen Schmid und Polizeimeisteranwärterin Olivia Schuster. 

Polizei informierte Hausbesitzer in Landsberg und Kaufering über Schutzmaßnahmen.

Olivia Schuster und Jürgen Schmid haben schon Routine. Die beiden Polizeibeamten von der Bereitschaftspolizei in Eichstätt wissen, dass Bürger erst mal erschrocken reagieren, wenn sie vor der Tür stehen. Doch wenn die Polizeimeisteranwärterin und der Polizeihauptkommissar sagen, warum sie von Haus zu Haus gehen, weicht der erste Schrecken purer Freundlichkeit. Denn die beiden informierten am Dienstagabend am westlichen Ortsrand von Landsberg darüber, wie sich Hausbesitzer vor Einbrechern schützen können.

Mehrere Polizeibeamten aus Eichstätt klingelten kurz vor Einbruch der Dämmerung gezielt in Wohngebieten am Ortsrand von Landsberg und Kaufering an Haustüren, um den persönlichen Kontakt zum Bürger zu suchen. Zudem verteilten Präventionsflyer und eine Broschüre über Einbruchschutz.

Neben den allgemein präventiven Verhaltenstipps – Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit schließen (gekippte Fenster sind vorn Einbrechern leicht zu öffnen), Haustüren nicht nur zuziehen, sondern versperren, auch bei längerer Abwesenheit beim Wohnobjekt einen bewohnten Eindruck hinterlassen, indem beispielsweise die Rollläden tagsüber nicht geschlossen bleiben, der Briefkasten regelmäßig geleert wird und das Licht öfter ein- beziehungsweise ausgeschaltet wird – setzt die Kriminalpolizei bei dieser Aktion nach wie vor auch auf die Wachsamkeit und aktive Mithilfe jedes einzelnen Anwohners. Denn jeder kleine Hinweis aus der Bevölkerung könne wertvoll sein, Einbrüche zu verhindern oder zur Aufklärung bereits begangener Taten beitragen. So sei es besonders wichtig, verdächtige Wahrnehmungen (wie zum Beispiel fremde Fahrzeuge die nicht in die Wohngegend gehören, das grundlose Warten oder das längere Beobachten fremder Personen vor Wohnobjekten) sofort über Notruf 110 der Polizei zu melden. Denn nur im Zusammenspiel von Bürger und Polizei könne es gelingen, effektiv gegen Wohnungseinbruchskriminalität vorzugehen.

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Wohnungseinbrüche werden vermehrt in der dunklen Jahreszeit zwischen Oktober und März verübt. Das ist auch im Landkreis Landsberg so. Andreas Engel ist bei der Landsberger Polizei Leiter der Ermittlungsgruppe, die sich mit Wohnungseinbrüchen beschäftigt. Bis Ende September hätten er und seine Kollegen schon 42 Fälle bearbeitet. Eine hohe Zahl, schließlich wurden im vergangenen Jahr nur 30 Fälle von Wohnungseinbrüchen statistisch erfasst. In knapp der Hälfte der Fälle bleibt es beim Einbruchsversuch. Die Steigerung in diesem Jahr führt er auf drei Einbruchsserien zurück, die mittlerweile aufgeklärt werden konnten, darunter wie berichtet ein Einzeltäter aus Kaufering und zwei Banden. Heuer seien die Einbrecher bis Ende Februar aktiv gewesen. Ihre vorrangigen Ziele waren Einfamilienhäuser am Ortsrand.

Und so schließt sich der Kreis zu Olivia Schuster und Jürgen Schmid, die an diesem Abend rund vier Stunden lang in den Wohngebieten westlich der Ahornallee unterwegs sind. Langsam wird es dunkel. Die Bürger zeigen sich dankbar, freuen sich über das Engagement der Polizei. „Es ist gut, dass wir ins Gespräch kommen“, sagt Jürgen Schmid und geht zum nächsten Haus.

Beratung

Interessierte können bei der Kriminalpolizei in Fürstenfeldbruck (Telefon 08141/612-397 oder 08141/612-398; E-Mail kripo-beratungsstelle-ffb@polizei.bayern.de) eine kostenlose Beratung nutzen.

Informationen gibt es auch im Internet hier und hier.

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