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Altkleider

16.05.2020

Das Rote Kreuz schlägt Alarm

So sehen sie aus, die Altkleidercontainer des Roten Kreuzes. Das Archivfoto zeigt die Behälter in der Max-Friesenegger-Straße in Landsberg.

In der Corona-Krise häufen sich die Kleiderspenden. Doch wohin mit den alten Sachen? Das Rote Kreuz bittet um Mithilfe

Das Rote Kreuz Landsberg schlägt Alarm. Die Situation auf dem Altkleidermarkt habe sich in den vergangenen Monaten dramatisch zugespitzt. Nicht zuletzt durch die Corona-Krise seien die Absatzmärkte komplett weggebrochen und die Lager bei den Textilverwertern übervoll. „Einige Entsorgungsfirmen haben wohl die Leerung von Altkleidercontainern bereits eingestellt“, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Marianne Asam. Im Landkreis Landsberg könne dies unter Umständen auch noch bevorstehen.

Im Frühjahr werden traditionell die Kleiderschränke ausgemistet. In der amtlich verordneten Corona-Auszeit hätten besonders viele Bürger Zeit gehabt, ihre Kleidung zu sichten und sich von dem einen oder anderen Teil zu trennen. „Dadurch ist das Aufkommen an Kleiderspenden und leider auch die illegale Entsorgung von Rest- und Sperrmüllanteilen in die Alttextilcontainer stark angestiegen“, sagt Marianne Asam. Erschwerend komme vielerorts hinzu, dass konkurrierende Sammelunternehmen ihre Sammlung bereits eingestellt hätten.

Das Rote Kreuz will seine Sammelbehälter auch weiterhin regelmäßig leeren, bittet jedoch die Bürger um Mithilfe, damit die Situation an den zurzeit stark frequentierten Abgabestellen und Alttextilbehälterstandorten nicht eskaliert. Folgende Regeln bittet Marianne Asam zu beachten:

Das Rote Kreuz schlägt Alarm

Falls möglich, sollen Altkleiderspenden für die nächsten drei bis vier Monate zuhause trocken, staubfrei und gut verpackt in Tüten eingelagert werden;

Beim unvermeidlichen Gang zum Alttextilcontainer oder einer Abgabestelle sollen nur tragfähige Kleidung und Schuhe sowie gut erhaltene Haushaltstextilien gespendet werden;

Auflagen jeder Art, Schaumstoffe, Kissen oder synthetische Bettwaren gehören nicht in den Alttextilbehälter, sondern sind als Sperrmüll auf den Deponien zu entsorgen;

Bei vollen Alttextilcontainern soll die Spende nicht daneben abgestellt werden, da diese der Witterung oder Vandalismus ausgesetzt ist und dadurch meist unbrauchbar wird.

Aufgrund der gesetzlichen Auflagen steht in den Rotkreuzläden in Landsberg, Kaufering und Dießen bis auf Weiteres nur eingeschränkt Personal zur Verfügung. Das Rote Kreuz bittet um Verständnis, dass keine Ware angenommen werden kann beziehungsweise nur für den Verkauf geeignete Einzelteile angenommen werden. Mit dem richtigen Verhalten könne ein wertvoller Beitrag zur Aufrechterhaltung der Alttextilsammlung und Weiterverwertung von Textilien geleistet werden, sagt Marianne Asam. (wu)

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