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Denklingen zückt den Rotstift

Denklingen zückt den Rotstift
Kommentar Von Christian Mühlhause
13.06.2020

Denklingen prüft wegen des Einbruchs der Gewerbesteuer, wo gespart werden kann. Über die Prioritätensetzung kann man streiten, findet LT-Redakteur Christian Mühlhause.

Es gibt wohl keine Gemeinde im Landkreis, die die Auswirkungen der Corona-Krise nicht bei den Steuereinnahmen spür. Und doch ist die Situation in Denklingen vergleichsweise dramatisch. Es gibt, anders als beispielsweise in Landsberg, nur einen großen Gewerbesteuerzahler. Der Automobilzulieferer Hirschvogel sorgte lange dafür, dass es der Gemeinde gut geht, doch schon im vergangenen Jahr zeichnete sich ab, dass es nicht mehr so rund läuft. Der Wandel in der Automobilbranche und die Steuerausfälle wegen der Corona-Krise kommen zur Unzeit. Sie fallen mit dem größten Investitionsprogramm zusammen, das der Ort je aufgelegt hat.

Die richtigen Prioritäten gesetzt?

Über 30 Millionen Euro werden investiert, wobei zumindest die Erneuerung der Wasserversorgung über die Gebühren refinanziert wird. Dass Denklingen jetzt alles auf dem Prüfstand stellt, um zu sparen, ist richtig. Über die Prioritätensetzung kann man aber diskutieren. Der Ausbau der Straße Am Weiher für 700.000 Euro wird verschoben, obwohl einigen Anwohnern bei Starkregen das Wasser in die Keller läuft, Aber das Bürger- und Vereinszentrums für 12,5 Millionen Euro wird weitergebaut.

Lesen Sie dazu auch den Artikel Finanznot verhindert Ausbau einer Straße in Denklingen

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