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Landsberg

01.10.2018

E-Autos erobern wieder den Hauptplatz

Die Stromauto-Rallye eRUDA macht auch heuer wieder Station in Landsberg.
Bild: Thorsten Jordan/Archiv

Bei der eRUDA und Landsberg eMOBIL wird fürs Fahren mit Strom geworben. Warum das gar nicht so teuer ist als manche denken.

Während sich die Politik vor allem mit der Bewältigung des sogenannten Diesel-Skandals beschäftigt, steht am nächsten Wochenende in Landsberg und Umgebung wieder die Elektromobilität im Blickfeld: Zum sechsten Mal findet die eRUDA – Elektrisch rund um den Ammersee – statt, dies in Verbindung mit Landsberg eMOBIL der Landsberger Energieagentur (Lena).

Rund 240 Autos sind mit von der Partie

Von einer kleinen Rallye mit Strom-Autos hat sich die eRUDA inzwischen zur größten Elektromobilitätsveranstaltung Deutschlands entwickelt, heißt es vonseiten der Veranstalter Marita Hansen und Werner Hillebrand-Hansen aus Germering. Rund 240 E-Fahrzeuge sind für die Veranstaltung vom 5. bis 7. Oktober angekündigt.

In Landsberg verbindet sich die eRUDA mit Landsberg eMOBIL. Beginn ist am Freitag, 5. Oktober, gleichsam mit einem theoretischen Teil: Dr. Reinhold Kolke, der Leiter des ADAC-Technikzentrums in Landsberg, wird ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamts einen Vortrag über die „Mobilität der Zukunft“ halten. Der Eintritt ist frei.

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Eine wichtige Säule der Energiewende

Tags darauf geht es dann in die Praxis: Im Laufe des Tages werde die Teilnehmer der eRUDA-Fahrt in Landsberg eintreffen. Von 12 bis 18 Uhr können die Fahrzeuge auf dem Hauptplatz, dem Infanterieplatz und dem Rossmarkt betrachtet werden. Einige regionale Autohäuser (Sangl, Schaller und Nadler) bieten Probefahrten ihrer e-Fahrzeuge der Marken Hyundai, Nissan und Renault an. Als weitere Aussteller sind der ADAC, Anbieter von Solar-Carports und Solaranlagen, e-Carsharing und Stromversorger angekündigt. Denn die Energie der e-Autos kommt bekanntlich aus der Steckdose oder von der Fotovoltaikanlage auf dem eigenen Dach. Ein PV-bestücktes Dach eines Carports, erklärt Werner Hillebrand-Hansen, könne so viel Strom produzieren, wie das darunter parkende Auto bei einer Jahresleistung von 10000 Kilometer benötigt. Und ein anderer Effekt sei, sagt Hillebrand-Hansen: „Die E-Mobilität ist eine wichtige Säule der Energiewende und Teil der Lösung. Es wird geladen, wenn die Sonne scheint oder Wind geht und Autos sind so ein rollender Stromspeicher.“

Die Gestehungskosten des Solarstroms lägen momentan bei neun Cent pro Kilowattstunde (kWh), bei einem Verbrauch von 15 kWh lägen die Energiekosten eines E-Fahrzeugs bei 1,35 Euro pro 100 Kilometer. Es gebe inzwischen schon E-Mobilisten, sagt Lang, die den Betrieb eines Elektroautos als günstiger betrachten als ein Auto mit Verbrennungsmotor – auch weil die Wartungskosten niedriger seien und zehn Jahre keine Kfz-Steuer bezahlt werden müsse. Dass Stromantrieb schon in den Pionierzeiten des Autos ein Thema war, wird am Samstag der 1913 gebaute Elektro-Oldtimer von Hermann Redl aus Landsberg zeigen, der für 13.45 Uhr auf dem Hauptplatz erwartet wird.

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