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Landsberg

24.07.2019

Es bleibt dabei: Der Lechsteg wird gebaut

So könnte der Lechsteg unweit des Mutterturms in Landsberg aussehen.
Bild: Mayr/Ludescher München/DKFS

Trotz der öffentlichen Kritik: Der Landsberger Stadtrat hält an den Plänen zum geplanten Lechsteg fest und vergibt die Aufträge. Ein Spitzenbeamter verlässt die Verwaltung.

Spannender Abend im Landsberger Stadtrat. Das Gremium hat nach rund einstündiger Debatte die Pläne für den umstrittenen Lechsteg bekräftigt und mit deutlicher Mehrheit von 20:5 Stimmen die Aufträge vergeben. CSU, Grüne, SPD, ÖDP und Franz Daschner von der UBV waren dafür, während der Rest der Unabhängigen und die Landsberger Mitte gegen das Projekt stimmten.

Wie mehrfach berichtet, wird der geplante Lady-Herkomer-Steg, der im Bereich zwischen Mutterturm und Inselbad über den Lech führen soll, deutlich teurer als erwartet. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 7,3 Millionen Euro - Planungskosten noch nicht miteingerechnet. Zuletzt hatte es Kritik an der Kostensteigerung gegeben und eine Debatte, ob die Stadt mit dem Investor des neuen Stadtviertels "Urbanes Leben am Papierbach" nachverhandeln soll. Denn im städtebaulichen Vertrag mit dem Investor ist geregelt, wie hoch der Zuschuss ist, den er beisteuert.

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Vor allem die SPD hatte auch kritisiert, dass die rechtliche Einschätzung des städtischen Anwalts bereits vorab in unserer Zeitung veröffentlicht worden war (Lechsteg: Hat der Anwalt der Stadt zu viel gesagt?). Um das Thema städtebaulicher Vertrag ging es am Mittwochabend noch in nichtöffentlicher Sitzung.

Der öffentliche Teil endete mit einer Hammer-Nachricht: Kämmerer Peter Jung wird die Landsberger Stadtverwaltung nach rund sieben Jahren verlassen. Der Finanzexperte war 2012 nach der folgenschweren Derivat-Affäre an den Lech gekommen und hatte die Finanzen der Stadt in den vergangenen Jahren stabilisiert. Wie es hieß, wechselt er ins Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Weilheim-Schongau. Oberbürgermeister Mathias Neuner dankte ihm für seinen Einsatz und sein hohes Maß an Loyalität.

Lesen Sie auch den Kommentar zum Thema: Lechsteg: Ein Erfolg, der nicht viel kostet

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.07.2019

Wenn es ein einzelner schaffen sollte, einen guten Kämmerer zu "vertreiben" dann muß man sich Gedanken machen was die anderen 29 getan haben um den Kämmerer zu unterstützen.

Und nein, nur wer zuletzt lacht lacht am besten und vieles in Landsberg könnte sich schnell als Phyrrussieg erweisen.

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25.07.2019

Wenn ein einzelner Stadtrat den Kämmerer, der hervorragende Arbeit leistet, permanent kritisiert und die nötige Wertschätzung vermissen lässt, braucht man sich nicht wundern, wenn dieser leider zu neuen Ufern aufbricht.

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