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29.06.2012

Gewerkschaft und Partei in den neuen Medien

Arbeitsgemeinschaft 60plus beschäftigt sich mit der Generation Facebook und der Auswirkung auf alte Strukturen

Landsberg „Ersetzt Facebook & Co. Solidarität wie in Parteien oder Gewerkschaften“ war jüngst das Thema einer Diskussionsrunde der Arbeitsgemeinschaft 60plus der Landsberger SPD. Unter den Teilnehmern waren der Regionssekretär von Verdi Bayern, Karlheinz Schmidt, der Kreisverbandsvorsitzende der Landsberger SPD, Dr. Albert Thurner, die Vertreterin der Landsberger Jusos Kathrin Pfeffer und als Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Herbert Langen.

Eine Solidaritätsverlagerung hin zu den neuen Medien sieht Karlheinz Schmidt nicht. Erfreulicherweise habe die Gewerkschaft in Bayern wieder einen Mitgliederzuwachs, auch von Jugendlichen, zu verzeichnen. Jetzt gelte es die neuen Medien zu nutzen, um die Jugend über Ziele und Forderungen von Gewerkschaften oder über Parteiprogramme zu informieren.

Stärker Unterstützung erfahren

Gewerkschaft und Partei in den neuen Medien

Die Gewerkschaften sollten durch die politische Arbeit der SPD wieder stärkere Unterstützung erfahren, sagte Albert Thurner. Gerade die jetzt von den Gewerkschaften aufgegriffenen Themen bedürfen einer parlamentarischen Umsetzung, und dafür kann nur die SPD als Partner infrage kommen.

Solidarität wird von der jungen Generation heute anders gesehen, sagte Kathrin Pfeffer. Die junge Generation stelle beim Eintritt ins Berufsleben selbst Forderungen. Allerdings gebe es einen größeren Anteil von jungen Arbeitnehmern, die mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. Gewerkschaftsmitglieder müssten vor Ort Flagge zeigen und sich zur Gewerkschaft bekennen, betroffene Kollegen ansprechen, um Missstände öffentlich zu machen, sagte Herbert Langen.

Nicht zu übersehende Politikverdrossenheit

Nach Meinung von Kathrin Pfeffer ist in der jungen Generation eine nicht zu übersehende Politikverdrossenheit festzustellen. Die Meinung, dass von oben nach unten regiert wird, nehme ein sehr breites Feld ein. Facebook & Co. seien ein geeignetes Mittel an der Meinungsbildung mitzuwirken.

Werner Gutmann von 60plus verwies auf das Grundgesetz. Parteien müssten an der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken. Er sieht Parteien und Gewerkschaften daher in der Pflicht auch die neuen Medien in die Willensbildung des Volkes einzubinden. Keinesfalls dürfe dies aber dazu führen, auf diesem Weg Mehrheitsmeinungen abzufragen und in die Tagespolitik umzusetzen. (lt)

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