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Handball: Hält der Burgfrieden beim TSV Landsberg?

Handball: Hält der Burgfrieden beim TSV Landsberg?
Kommentar Von Christian Mühlhause
21.11.2019

Die Zeichen zwischen dem TSV Landsberg und seiner Abteilung Handball standen in den vergangenen Wochen auf Trennung. Wie LT-Redakteur Christian Mühlhause die Kehrtwende bewertet.

Es ist eine überraschende Nachricht, dass die Handballer nun doch beim TSV Landsberg bleiben und nicht zur FT Jahn Landsberg wechseln. Spätestens nach der Versammlung Ende Oktober, bei der viele Handballer den Saal verließen, weil Hanns Haedenkamp, Vorsitzender des Gesamtvereins, wenig diplomatisch und versöhnlich agierte, hatte man den Eindruck, dass eine Trennung unvermeidlich sei. Das hätte wohl jeder nachvollziehen können nach den Ereignissen der vergangenen Wochen. Zumal ein anderer Verein sich schon bereit erklärt hatte, die Handballer aufzunehmen und damit eine wichtige Zukunftsfrage geklärt war.

Der Frust saß tief

Dass Verantwortliche auf beiden Seiten sich aber nie dem Dialog verweigert haben und letztlich doch noch zusammenkommen sind, ist eine gute Nachricht. Für den Verein, weil er nicht mit einem Schlag 300 Mitglieder und Beitragszahler verliert, und für die Handballer, weil sie sich nicht neu aufstellen und im schlimmsten Fall ganz neu im Ligabetrieb wieder anfangen müssen, auch wenn der Frust so tief saß, dass offenbar ein Großteil der Handballer bereit gewesen wäre, diesen Weg mitzugehen.

Was jetzt geschlossen wurde, ist erst einmal nur ein Burgfrieden, dessen Stabilität sich erst noch erweisen muss. Dass Pressesprecher Patrick Freutsmiedl von Fehlern und einer „Bringschuld“ des Vorstands des Gesamtvereins spricht, lässt hoffen, dass die Signale an der Spitze auch wirklich angekommen sind. Auch wenn es bedauerlich ist, dass die Situation so eskalieren musste, kann man den Vorgang vielleicht auch als reinigendes Gewitter betrachten, von dem auch die anderen Abteilungen profitieren, weil der Gesamtvorstand sensibilisiert ist und vermeiden will, dass sich ein ähnliches Szenario in einer anderen Abteilung wiederholt.

Mehr zum Thema: Kehrtwende: Die Handballer wollen doch beim TSV bleiben

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