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Kaufering

24.10.2020

Kauferings Bürgermeister informiert über Millionenprojekte

Der barrierefreie Umbau des Kauferinger Bahnhofs ist eines der Großprojekte in den kommenden Jahren.

Plus Die Bürgerversammlung in Kaufering ist wegen des Coronavirus abgesagt. Im Gespräch mit dem LT informiert der Bürgermeister über anstehende Projekte.

Kaufering Eigentlich hätte Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger bei der Bürgerversammlung gerne über mehrere laufende und geplante Vorhaben in der Marktgemeinde informiert, daraus wurde aber wegen des Coronavirus nichts. Die Veranstaltung wurde abgesagt. Im Gespräch mit dem LT berichtet er über Bauprojekte, die Finanzen der Kommune und geplante Veranstaltungen im kommenden Jahr.

Erfreut äußert sich der Bürgermeister darüber, dass nun alle vakanten Stellen in Kaufering nachbesetzt seien. Wie berichtet, waren 2019 mehrere Spitzenpositionen vakant, darunter die des Bürgermeisters, des Geschäftsstellenleiters und des Chefs der Kommunalwerke. „Zuletzt wurde Mitte Oktober im Hochbau die letzte offene Stelle besetzt“, informiert Thomas Salzberger. Erfreut ist er auch, dass die Verwaltungen und die Feuerwehren von Landsberg und Kaufering nun enger zusammenarbeiten. Und auch mit dem Landkreis sei die Kooperation intensiviert worden.

Ein Kauferinger Großprojekt wird bald abgeschlossen

Viel zu tun hat die Gemeinde bei den Bauprojekten. Mit der Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Don Bosco für drei Millionen Euro werde Ende des Jahres ein Großprojekt abgeschlossen, so Salzberger. Auch wurden heuer 1,4 Millionen Euro für den Straßenbau und den Bau von Radwegen ausgegeben sowie eine Million Euro bei den Schulen investiert. Dazu gehören auch Planungsmittel. Die Mittelschule Kaufering soll ab dem kommenden Frühjahr in zwei Bauabschnitten für rund 2,9 Millionen Euro umfangreich saniert werden.

Eine hohe Investitionssumme fällt auch für den Neubau des Feuerwehrhauses in Kaufering an. Hier werden die Kosten auf rund 7,3 Millionen Euro geschätzt. „Wir hätten eigentlich gerne im November schon den Auftrag für den Planer vergeben, aber es gibt noch Abstimmungsbedarf mit dem Landratsamt wegen der Baugenehmigung. Deswegen wird dies wohl erst im Frühjahr 2021 möglich sein“, so Thomas Salzberger. Die Feuerwehrleute hätten viel Vorarbeit geleistet, lobt er. Mit der Umsetzung des Projektes rechnet er mit „Ende 2023, eher Anfang 2024“.

Der Bahnhof soll barrierefrei werden

Froh ist der Rathauschef zudem, dass der barrierefreie Umbau des Bahnhofs in den Jahren 2023 bis 2025 erfolgen werde. Es gebe eine entsprechende Zusage von Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Geld in die Hand nehmen muss die Gemeinde in den kommenden Jahren auch, um die Straßen instand zu setzen. „Wir lassen im kommenden Jahr den Zustand der Straßen ermitteln und werden auf der Basis dann eine Prioritätenliste festlegen.“ Die Straßen werden vergleichbar einer Ampel in Kategorien eingeteilt, wobei Rot die höchste Dringlichkeit darstellt.

Erleichtert ist Thomas Salzberger, dass die Kommune bei der Gewerbesteuer und bei der Einkommensteuer voraussichtlich die im Haushaltsplan veranschlagten Einnahmen auch tatsächlich einnehmen wird und keine starken coronabedingten Ausfälle hat, wie dies bei anderen Gemeinden der Fall ist.

In Kaufering wurden in diesem Jahr erstmals Sportler und Künstler geehrt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Ehrung von Sportlern und Künstlern soll fortgeführt werden

Wiederbeleben will er zudem eine Musikveranstaltung, in abgewandelter Form. „Früher gab es mal Rock in Kaufering. Wir wollen ab dem kommenden Jahr gerne Kauferinger Music-Nights veranstalten. Da könnte dann Rock, Techno oder Hip-Hop laufen“, regt er an. Fortführen möchte Salzberger auch die Ehrung von Sportlern und Künstlern. Die Veranstaltung fand heuer erstmals statt und soll künftig alle drei Jahre organisiert werden.

Und Salzberger verweist gegenüber dem LT noch auf ein Angebot, dass es ab Januar geben wird. Unter dem Motto „Kauferinger für Kauferinger - Kaufering hoit zam“, sollen sich die Generationen untereinander vernetzen. „Angedacht ist, dass hier ,Leihgroßeltern’ vermittelt werden, Erwachsene die Nachhilfe geben oder Jugendliche, die bei Senioren den Rasen mähen.“

Die Absage der Bürgerversammlung bedauert der Kauferinger Helmut Kraus in einem Schreiben an das LT. Er hätte die Veranstaltung gerne genutzt, um auf die aus seiner Sicht negative Behandlung seiner Person durch den früheren Vorstand des VfL Kaufering aufmerksam zu machen, informiert er. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt in unserer Zeitung.

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