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Landsberg

17.04.2019

Klinikum-Parkplätze: Warum wurde der Kreistag nicht informiert?

Die Erweiterung des Parkplatzes soll nach Westen erfolgen.
Bild: Thorsten Jordan

Renate Standfest (Grüne) kritisiert Landrat Thomas Eichinger in Sachen Parkplätze am Klinikum. Warum Eichinger das ganz anderes sieht.  

Parkplatz statt Parkhaus für das Kreiskrankenhaus Landsberg – diese Nachricht erstaunte Kreistagsmitglied Renate Standfest (Grüne). „Mit Erstaunen und Verärgerung haben wir die Presseberichterstattung zum Klinikum Landsberg verfolgt. Landrat Thomas Eichinger informierte in einem Pressegespräch gemeinsamen mit Marcus Woedl (Vorstand des Klinikums) darüber, dass statt des seit längerer Zeit angedachten Parkhauses mit 200 Stellplätzen lieber ein weiterer Parkplatz mit der Fläche von mehreren Tausend Quadratmetern auf Ackergrund entstehen soll.“

Mehr zum Thema lesen Sie hier: Klinikum Landsberg: Parkplatz statt Parkhaus

Es gibt bisher noch keinen Beschluss zum Thema

Es gebe weder im Kreistag noch in der Stadt Landsberg darüber bisher einen Beschluss. Die bereits vorhandenen Parkplätze sollten durch ein „bewirtschaftetes“ Parkhaus überbaut und so erweitert werden, dass für Stellplätze keine neuen Flächen geopfert werden müssen. „Das höchst erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist erst wenige Wochen alt, die bayerische Staatsregierung hat die Eckpunkte übernommen, und was passiert bei uns im Landkreis Landsberg?“, so Standfest weiter.

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Stadt hat kein Interesse am Bau eines Parkhauses

Landrat Thomas Eichinger sagt, dass der Kreisausschuss in nichtöffentlicher Sitzung den Kauf der Grundstücke für den Parkplatz beschlossen habe. „Das haben wir in der Pressekonferenz bekannt gegeben.“ Ein Parkplatz, der großteils nicht asphaltiert wird, versiegle zudem die Flächen nicht so wie ein Parkhaus. Zudem, so Eichinger weiter, sei das bisher ein Vorschlag und kein endgültiger Beschluss. Die Stadt Landsberg habe bisher an dem Thema neue Parkplätze kein großes Interesse gezeigt. Eichinger hatte bei dem kritisierten Pressegespräch gesagt, dass der Parkplatz Richtung Westen erweitert werden soll. Der Landkreis habe drei Grundstücke zwischen dem Bolzplatz und der Breslauer Straße gekauft. Die Stadt habe bereits Park-and-Ride-Plätze auf dem bisherigen Parkplatz und außerdem am Kreisverkehr.

Zwar wird jetzt mehr Fläche verbraucht, was Thomas Eichinger bedauert, für Marco Woedl hat die Entwicklung auch Vorteile: „Ein Parkplatz lässt sich schneller verwirklichen und ist günstiger, so der Wortlaut in der Pressekonferenz vom vergangenen Freitag. Es sei noch nichts entschieden, so Eichinger. Das Thema geht noch in die Gremien.

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