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28.06.2017

Kommt der A400M in die Region?

Im Anflug auf Penzing? Die Bundeswehr sucht derzeit für 13 A400M einen Standort, vermutlich im Süden Deutschlands.

Als Standorte sind jetzt Lagerlechfeld und Penzing im Gespräch

Und plötzlich ist der Name Penzing wieder im Spiel. Die Bundeswehr sucht eine neue Bleibe für 13 neue Airbus-Transportflugzeuge vom Typ A400M. Und die will sie offenbar im Süden des Landes stationieren (wir berichteten). In Berlin erfolgte offenbar gestern eine entsprechende Weichenstellung des Haushaltsausschusses des Bundestages, die damit einem Papier des Verteidigungsministeriums folgt. Soweit aus der nichtöffentlichen Sitzung und befassten Kreisen bekannt wurde, gibt es noch kein abschließendes Konzept. Vielmehr sind zwei Standorte im Gespräch: einmal Lagerlechfeld, frühere Heimat des Jagdbombergeschwaders 32, das 2013 aufgelöst wurde – und offenbar auch der Fliegerhorst in Penzing, bis zum Ende des Jahres noch Heimat des Lufttransportgeschwaders 61.

Fürsprecher des Fliegerhorstes Lechfeld weisen angesichts der dort konzentrierten Kompetenzen auf viele Vorzüge dieser Luftwaffenbasis hin. Andererseits gibt es auch Argumente für den Erhalt des Flugplatzes Penzing. Auf diesem ist noch bis Ende des Jahres das Lufttransportgeschwader 61 stationiert, die letzte Transall verlässt allerdings bereits Ende September den Fliegerhorst. Penzing galt bislang als wichtiges Drehkreuz der Bundeswehr für Transporte unter anderem nach Afghanistan, in den Kosovo, nach Mali und in die baltischen Staaten. Noch vor Kurzem war die Schließung in Penzing angekündigt worden, und es sah so aus, als müsse sich die Bundeswehr künftig mit dem Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover begnügen. Doch einen Verkauf der Liegenschaft in Landsberg nach der Schließung lehnte die Bundeswehr schon im März entschieden ab. Die neue sicherheitspolitische Lage sorgte offenbar für eine Kehrtwende bei der Bundeswehr.

Seither gilt die Order: sämtliche Konversionsverhandlungen sind angehalten. Kommodore Oberst Daniel Draken damals zum LT: „Das betrifft allerdings nur die Infrastruktur, also den Fliegerhorst und die dazugehörigen Gebäude, nicht das Geschwader.“ Diesen Stand bestätigte auch Anfang Juni noch einmal der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, dem LT: „Wir haben unsere Entscheidungen, und nach denen richten wir uns derzeit.“ Für Penzing bedeutet das ebenso wie für alle Liegenschaften, dass der Fliegerhorst erneut einer eingehenden Prüfung unterzogen und neu bewertet wird. Bis eine endgültige Entscheidung zu den Liegenschaften gefallen ist, geht die Anlage nach der Auflösung des Geschwaders in eine Stillstandswartung über.

Die gestern bereitgestellten Gelder dienen jedoch offenbar noch nicht einer Anpassung der Infrastruktur auf einem der beiden Flugplätze an den A400M. 

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