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Kaltenberg

05.09.2019

Michael Mittermeier und die „Todes-Wuchtl“ auf Schloss Kaltenberg

Als Schauplatz für mittelalterliche Ritterspiele ist die Arena zu Schloss Kaltenberg bekannt geworden. Inzwischen bietet sie auch TV-Größen wie Michael Mittermeier einen perfekten Rahmen.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Es wird am Samstag lustig auf Schloss Kaltenberg: Comedy-Urgestein Michael Mittermeier kommt in die Arena. Das LT verlost Tickets.

Ein Mann, ein Mikro, keine Regeln. So interpretiert Michael Mittermeier das weite Feld der Unterhaltung. Am Samstag, 7. September, heißt es daher in der Arena von Schloss Kaltenberg „Ring frei“ für den Meister des Comedykampfes. In der einen Ecke als Herausforderer: der Komiker. In der linken Ecke der Favorit: die Absurdität des Alltags. Michael Mittermeier, bayrisches Karate Kid der Stand-up-Comedy, fightet, wie man ihn kennt und liebt: direkt in der Ansprache, ohne große Zurückhaltung und doch immer mit augenzwinkernden Charme.

„Lucky-Punch – die Todes-Wuchtl schlägt zurück“ heißt das Programm, mit dem der Niederbayer derzeit in den Hallen und Arenen unterwegs ist. So auch am Samstag in Kaltenberg, nachdem dort die Ritter und anschließend die Baumstamm-Weitwerfer und Tattoo-Musiker das Feld geräumt hatten. „Ich mache das, worauf ich Lust habe“, erklärte Mittermeier unlängst unserer Zeitung, deren Mutterhaus gleichzeitig Gastgeber in der Reihe „Augsburger Allgemeine Wissen spezial“ ist. Er sei nie Trends nachgelaufen und habe auch nie jemandem oder gewissen Interessensgruppen nach dem Mund geredet. 2004 unternahm er mit seinem Programm „Paranoid“ den Schwenker ins Politische. Damit, so Mittermeier, habe sich auch sein Publikum geändert. Manche seien vielleicht gegangen, deutlich mehr aber hinzugekommen.

Die Kirche und die Taliban - keiner ist vor Mittermeier sicher

Er macht Gags über die Grünen, über die SPD, die Konservativen und die Linken. Und Mittermeier zeigt auch den nötigen Mut und Haltung, auch vor den Taliban, dem IS und der Kirche nicht Halt zu machen. So verdächtigte Mittermeier schon einmal die Heiligen Drei Könige wegen ihrer Geschenke Myrrhe und Weihrauch in der Heiligen Nacht die „ersten Drogendealer der Menschheitsgeschichte“ gewesen zu sein. Natürlich mit einem Augenzwinkern.

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Der 53-jährige Michael Mittermeier absolviert derzeit die zweite Hälfte seiner rund 70 Auftritte mit dem neuesten, dem achten Live-Programm „Lucky-Punch – die Todes-Wuchtl schlägt zurück“.

Nicht dass man ihn falsch versteht: Wuchtln sind für Mittermeier exakte Pointen, die „todessicher“ ihr Ziel – nämlich den Zuhörer – erreichen. Doch lassen wir ihn selbst diesen Begriff definieren: „Todes-Wuchtl, das ist österreichisch für lustigste Pointe in der nach oben offenen Bist-Du-Deppad-Skala.“ Und da ist es wieder, das Augenzwinkern. Er ergänzt oft: „Eine Wuchtl kann Leben retten! Eine Wuchtl kann die Realität erweitern!“

Statt Cap und Shirt trägt Mittermeier jetzt oft Anzug

Im Alter wird man milde. Sagt man. Das gilt sicher nicht für Mittermeier, wenn auch inzwischen Base-Cap und Jeans meist dem eleganten Anzug gewichen sind. Sorgen um seinen Job macht er sich angesichts der Digitalisierung nicht: „Eine Wuchtl braucht Herz und Leidenschaft! Das hat Siri nicht. Angela Merkel ist die Siri Europas. Wer immer die programmiert hat, war ein Genie. Die kannst du nicht aggressiv machen. Die brauchen wir als Gegengewicht zu Donald Trump.“ Und der US-Präsident ist für Mittermeier „die orangefarbene Seite der Macht“. Gespieltes Mitleid klingt bei ihm so: „Das ist der einzige Mann, der Orangenhaut im Gesicht hat.“

Verlosung Wer Lust hat, am Samstag auf Schloss Kaltenberg Michael Mittermeier live auf der Bühne mitzuerleben: Das Landsberger Tagblatt verlost auf seiner Facebook-Seite zehn Karten.

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