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Penzing

19.02.2019

Michael Rampp ist neuer Förster im nördlichen Landkreis

Michael Rampp ist der neue Leiter des Forstreviers Türkenfeld. Dazu gehören auch Waldflächen rund um neun Gemeinden im nördlichen Landkreis Landsberg. Der Förster empfiehlt, abgebrochene Baumkronen möglichst schnell aus den Wäldern herauszuholen.
Bild: Thorsten Jordan

Sein Revier ist fast so groß wie die Stadt Landsberg. Um welche Gemeinden sich Michael Rampp kümmert und welche Herausforderungen im Wald auf ihn warten.

Für die privaten Waldbesitzer und mehrere Gemeinden im nördlichen Landkreis Landsberg gibt es einen neuen Ansprechpartner beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck (AELF). Der 31-jährige Michael Rampp hat das Amt als Revierleiter kürzlich von Walter Pabst von Ohain übernommen. Dieser ist im AELF jetzt für Waldumbauprojekte zuständig.

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Mit Schülern geht er regelmäßig in den Wald

Für den ledigen Förster, der die vergangenen dreieinhalb Jahre in Bamberg tätig gewesen ist, ist es eine Rückkehr in die Nähe seiner Heimat. „Ich stamme aus Memmingen und wollte gerne zurück in den Süden des Freistaats“, sagt er. In Franken hat er sich im Rahmen des EU-Schutznetzwerkes Natura 2000 um den Schutz gefährdeter Pflanzen- und Tierarten gekümmert. „Es war eine sehr interessante Zeit, aber ich freue mich, dass ich jetzt wieder die klassischen Kernaufgaben eines Försters wahrnehmen kann.“

Dazu gehöre der Austausch mit den Waldbesitzern ebenso wie das Erstellen von Vegetationsgutachten und die Umweltbildung bei Kindergarten- und Grundschulkindern, informiert er. Mit allen dritten Klassen macht er einen Ausflug in den Wald. Dies ist vom Freistaat so vorgeschrieben.

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Neun Landkreisgemeinden liegen in seinem Revier

Rampp ist nun Ansprechpartner für das Forstrevier Türkenfeld. Dazu gehören aus dem Landkreis Landsberg Waldflächen rund um Eching, Egling, Eresing, Geltendorf, Greifenberg, Penzing, Prittriching, Weil und Windach. Er betreut zudem im benachbarten Landkreis Fürstenfeldbruck private Waldbesitzer und fünf Gemeinden. Zuständig ist er auch für den Gemeindewald der Kommunen, der mache allerdings mit 150 Hektar „nur einen Bruchteil der Fläche“ aus, sagt er. Insgesamt ist Rampp für 5100 Hektar Privatwald zuständig. Zum Vergleich: Die Stadt Landsberg hat eine Gesamtfläche von rund 5800 Hektar.

Die vergangenen Jahre hätten dem Wald im Landkreis stark zugesetzt, weswegen er eine seiner zentralen Aufgaben darin sehe, die Waldbesitzer zu unterstützen. „Im Jahr 2015 ist das Orkantief Niklas über den Landkreis gezogen und hat massive Schäden angerichtet. Hinzu sind drei sehr trockene Sommer gekommen. Das war ideal für Schädlinge und verheerend für die Wälder in der Region mit den vielen Fichten.“ Fichten sind Flachwurzler und haben deswegen Probleme, sich ausreichend mit Wasser zu versorgen. Deswegen sei jetzt Achtsamkeit nötig, mahnt der Revierförster.

Ein Tipp für die Waldbesitzer nach dem Winter

Waldbesitzer sollten nach dem Schneefall ihren Besitz kontrollieren, ob beispielsweise Baumkronen unter der Schneelast abgebrochen sind, empfiehlt er. Diese Bäume und auch diejenigen, die vom Borkenkäfer befallen sind, sollten aus dem Wald entfernt werden. „Meines Wissens ist es allerdings vor allem im südlichen Landkreis Landsberg ein Problem. In meinem Revier hatten wir nach den starken Schneefällen glücklicherweise immer viel Wind, der den Schnee abgetragen hat.“

Grundsätzlich müsse es perspektivisch darum gehen, die Wälder mit verschiedenen Baumarten wieder aufzuforsten. „Die Fichte allein hat keine Zukunft.“ Die Waldbesitzer im Landkreis lobt er. Diese seien vergleichsweise gesprächsbereit und bereit, diesen Weg mitzugehen, so Rampp, der seit seiner Kindheit eine enge Verbindung zum Wald hat. Seine Familie besitzt selber Wald und der 31-Jährige geht auch auf die Jagd.

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