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Kreis Landsberg

09.08.2016

Osttangente in der Warteschleife

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Sie wird als Lebensader des Landkreises bezeichnet: die A96.
Bild: Thorsten Jordan

Der Bundesverkehrswegeplan beinhaltet interessante Projekte in der Region.

Welche Bundesstraßen, Autobahnen und Bahnstrecken bis ins Jahr 2030 ausgebaut oder saniert werden sollen, das regelt der Bundesverkehrswegeplan. Das 270 Milliarden Euro schwere Investitionsprogramm hat jetzt eine weitere Hürde genommen. In Berlin wurde es vom Bundeskabinett behandelt, nun kann die parlamentarische Beratung beginnen. Kurz vor Weihnachten soll der Verkehrswegeplan verabschiedet werden und mit Beginn nächsten Jahres in Kraft treten. Maßnahmen aus dem Landkreis sind nicht dabei, allerdings interessante Projekte aus der Region.

Straße

Sie gehört zu den umstrittensten Vorhaben des neuen Verkehrswegeplanes: die Osttangente Augsburg. Wie berichtet, hat ein Aktionsbündnis Klagen gegen das Projekt angekündigt. Im Verkehrswegeplan stehen drei Abschnitte der Straße im vordringlichen Bedarf, der vierte, der Anschluss an die B17 bei Königsbrunn, ist als weiterer Bedarf mit Planungsrecht ausgewiesen. Das heißt, in diesem Abschnitt werden bis 2030 mögliche Trassen untersucht und Vorplanungen getätigt. Wie bereits berichtet, gibt es auch Planungen, die Trasse bei Scheuring und Prittriching über Landkreisgebiet zu führen. Für die ersten drei Abschnitte sind Kosten in Höhe von rund 210 Millionen Euro eingeplant.

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Die Abstufung des vierten Abschnitts wird unter anderem von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben kritisiert. Sie spricht von einer Zurückstufung als Ergebnis der Öffentlichkeitsbeteiligung. „So schafft man nicht die erforderliche leistungsfähige Achse zur Entlastung der B17, sondern man belässt einen Engpass, der in wenigen Jahren neuen Handlungsbedarf auslösen wird“, sagt Josef Brandner, der Vorsitzende des IHK-Ausschusses für Verkehr und Logistik. Schon die aktuelle Diskussion um die Sperrung der Lechquerung für die gerade begonnenen Sanierungsarbeiten (LT berichtete) lasse den Ausbaubedarf auf dem südlichen Abschnitt erkennen.

Ausdrücklich von der IHK Schwaben begrüßt wird dagegen ein anderes Straßenprojekt. So ist der vierspurige Ausbau der B12 von der A96 bei Buchloe bis Marktoberdorf in den vordringlichen Bedarf eingestuft worden. Bislang fand sich dort nur der Abschnitt bis Kaufbeuren. In den vergangenen Jahren waren auf der Strecke bereits einige Überholspuren gebaut worden.

Sie wird als Lebensader des Landkreises bezeichnet: die A96. Pendler, Handwerker und viele andere nutzen sie beinahe täglich, um nach München zu gelangen. Der 4,5 Kilometer lang Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Wörthsee und Oberpfaffenhofen ist in den vordringlichen Bedarf als Engstellenbeseitigung vorgesehen. Rund 43 Millionen Euro kostet die Maßnahme.

Schiene

Knapp die Hälfte aller Mittel des Verkehrswegeplans fließt in Bundesstraße und Autobahnen, fast 42 Prozent sind für Bahnprojekte vorgesehen. Dass in den Ausbau der A96 viel Geld „gepumpt“ wird und in die parallel verlaufenden Bahnlinie München-Geltendorf nicht, kritisiert der Fahrgastverband Pro Bahn. „Oberbayern ist Wachstumsregion Nummer eins, aber in das Schienennetz wird weiterhin nix investiert“, sagt dessen Sprecher Andreas Barth. Der Ausbau des Abschnitts zwischen Pasing und Geltendorf sollte unbedingt in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.

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