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Luftpistole

31.10.2018

Die Heimpremiere ist misslungen

Helmut Weichart und seinen Teamkollegen ist die Heimpremiere in der 2. Bundesliga Luftpistole misslungen: Für die Raistinger gab es zwei Niederlagen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Raisting bietet seinen Zuschauern ein spannendes Stechen, kann aber nicht punkten. Scheuring marschiert dagegen weiter ohne Niederlage durch die Punktrunde

Mit zwei Erfolgen und ausgezeichneten Gesamtringzahlen hatten die Pistolenschützen aus Scheuring und Raisting einen furiosen Start in der 2. Bundesliga Süd hingelegt. Doch nach dem zweiten Wettkampftag trennen sich die Wege.

Während die Lechrainer dank zwei 3:2-Erfolgen nun allein ohne Verlustpunkt die Tabelle anführen, wurden Aufsteiger Raisting ausgerechnet bei der Heimpremiere die Flügel gestutzt. Erst gab es ein unerwartetes 2:3 gegen Großaitingen. Und zum Abschluss folgte gar ein deftiges 0:5 gegen den Mitfavoriten Kelheim-Gmünd II, was den Absturz ins Mittelfeld zur Folge hatte.

Dynamit Fürth II leistete auf den vorderen Positionen gegen Scheuring mehr Widerstand als erwartet. Andreas Pfeiffer vermasselte in einer hochklassigen Spitzenpartie mit dem besten Einzelergebnis des 2. Wettkampftages dem Scheuringer Youngster David Probst mit 380:378 den erfolgreichen Einstand auf Position eins. Da auch Thomas Ranzinger nicht in Bestform auf Position zwei unglücklich mit einem Ring Differenz den Einzelpunkt abgeben musste, war es Aufgabe der hinteren Positionen, die Begegnung aus dem Feuer zu reißen.

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Oliver Balg, Sebastian Heinisch und Philipp Ranzinger gelang dies ganz sicher mit riesigem Vorsprung. Nach Kelheim-Gmünd II beim Auftakt hat die Scheuringer Truppe mit dem 3:2 über Gastgeber Hilpoltstein einem weiteren Mitkonkurrenten um die Spitzenplätze die ersten Minuspunkte beigebracht.

David Probst behielt diesmal in der Spitzenpartie mit vier Ringen Vorsprung die Oberhand, Oliver Balg zeigte seine große Klasse mit der zweitbesten Einzelvorstellung des Wettkampftages (379) und Philipp Ranzinger hatte auf Position fünf ebenfalls ganz klar das Sagen. Da fielen die Niederlagen für Sebastian Heinisch und im Stechschuss für Thomas Ranzinger, den Pechvogel des Tages, nicht mehr ins Gewicht. Die von Scheurings Schützenmeister Franz Berghofer abgegebene Saisonprognose hat sich bislang bestätigt: „Wir werden nur schwer zu schlagen sein.“

Die Gesamtringzahlen haben zwar keinen Einfluss auf die Wertung, aber sie sagen doch viel über die Tagesform einer Mannschaft aus. Während die Lechrainer hier erneut Spitzenwerte erzielten, blieb das Raistinger Quintett zum Teil deutlich unter den Ergebnissen des ersten Wettkampftags.

Dies wurde vor allem gegen das verbesserte Großaitingen zum Verhängnis. Punkten konnten lediglich Thomas Flakus in der Spitzenpartie mit zwei Ringen Vorsprung und ganz klar Philipp Mößmer auf Position fünf. Helmut Weichart und besonders Ulrich Kranz erreichten dagegen nicht ihre normalen Leistungen. Und auch Dirk Munker hätte in Bestform den Ausgang für sein Team drehen können.

Es wurde auch nichts mit der Hoffnung, dass die SG dann wenigstens dem Rangzweiten Kelheim-Gmünd II kräftig auf den Zahn fühlt. Nur Thomas Flakus und Philipp Mößmer konnten ihre Duelle bis zum unglücklichen Ende offen halten. Ulrich Kranz, Dirk Munker und Helmut Weichart gerieten dagegen sehr früh entscheidend in Rückstand.

Das abschließende Stechen in der Spitzenbegegnung zwischen Neuzugang Thomas Flakus und dem Kelheimer Ass Thomas Karsch hatte zwar keinen Einfluss mehr auf den Mannschaftserfolg, aber es entschädigte die zahlreichen Zuschauer für die zuvor fehlende Spannung. Drei Versuche hintereinander erzielten beide Spitzenkräfte jeweils eine 9, ehe Thomas Karsch in der dann folgenden Zehntelwertung hauchdünn mit 10,1:9,7 den 5:0-Sieg für die überlegenen Gäste perfekt machte.

Von den Rahmenbedingungen her kann man die Raistinger Heimpremiere auf jeden Fall als voll gelungen bezeichnen. Die neu eingebauten elektronischen Stände, die Infowand und die Hinweise durch die Wettkampfleitung haben bestens geklappt. Auch das Publikumsinteresse war erfreulich groß. Nur bei den Punkten war leider Fehlanzeige. Aber der Aufsteiger liegt auf Rang sieben mit ausgeglichenem Punktestand immer noch gut im Rennen.

Am 11. November steigt in Garching das seit Jahren erhoffte Derby zwischen Scheuring und Raisting. Zuvor hat die SG die Chance, gegen die Gastgeber in die Erfolgsspur zurückzufinden, während auf Scheuring gegen den Rangvierten Hitzhofen erneut eine Spitzenpartie wartet.

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