Bayernliga

02.05.2016

Ein deutliches Lebenszeichen

Es geht wieder aufwärts: Trainer Sven Kresin (hier mit alexander Buschel vor dessen Einwechslung) holte mit seinem Team ein Unentschieden gegen Unterföhring.
Bild: Thorsten Jordan

Der TSV Landsberg liegt gegen Unterföhring schon 0:2 zurück und holt sogar trotz Unterzahl noch einen Punkt. Endlich klappt auch wieder das Toreschießen.

Landsberg Was war das denn: In der ersten Halbzeit eine müde Partie mit einem klar dominierenden Gast aus Unterföhring und ab der 49. Minute, nachdem Unterföhring sogar auf 2:0 erhöht hatte, und angesichts des Spielverlaufs bis dahin eigentlich als Sieger feststand, eine Landsberger Mannschaft, die nicht wiederzuerkennen war. Endlich war es wieder der TSV, den man aus der Hinrunde kannte: Die Mannschaft kämpfte, spielte geradlinig und belohnte sich dafür auch mit drei Toren – zwei davon sogar in Unterzahl.

Dass die Partie trotzdem aus Landsberger Sicht „nur“ 3:3 endete, darf die Leistung der Gastgeber nicht schmälern. Die Moral, die der TSV zeigte, verlangt allen Respekt. Leidenschaft, Kampf und Laufbereitschaft hatte Trainer Sven Kresin vor der Partie gefordert – in den ersten 45 Minuten war davon, abgesehen von der Laufbereitschaft, wenig zu sehen: Zu weit weg vom Gegner und auch gedanklich immer einen Schritt hinterher, musste man Unterföhring das Spiel überlassen. Die Folge: Das 1:0 (8.) durch Andreas Faber, der ein Missverständnis in der TSV-Abwehr eiskalt ausnutzte. Kurz vor der Pause hätten die Gäste noch erhöhen können, doch Faber verschoss einen Elfmeter in der 40. Minute. Chancen der Landsberger bis dahin? Nicht wirklich.

Nach der Pause sahen die nur 200 Zuschauer einen ganz anderen Gastgeber: Von der ersten Minute an machte Landsberg Druck und kam auch in den Strafraum – im Abschluss haperte es noch. Der Schock in der 49. Minute: Mit einem herrlichen Freistoß erzielte Yasin Yilmaz das 2:0 für Unterföhring. Nur die allergrößten Optimisten setzten jetzt noch auf den TSV – doch genau diese sollten recht behalten. Landsberg kämpfte weiter, und in der 53. fiel der Anschluss. Sebastian Gilg erkämpfte sich den Ball, Sebastian Nuscheler lief durch, passte zu Philipp Siegwart und der traf zum 1:2. Landsberg hatte sich noch nicht aufgegeben, das zeigte auch, dass Qendrim Beqiri sofort losspurtete, den Ball aus dem Unterföhringer Tor holte: Jetzt wollte man mehr.

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Allerdings öffneten die Landsberger Angriffe Räume und bei einem Unterföhringer Angriff musste TSV-Keeper Tobias Heiland Kopf und Kragen riskieren. Fast an der Mittellinie versuchte er den Konter zu stoppen, wehrte den Schuss, der ihn sonst aus kurzer Entfernung am Kopf getroffen hätte, mit den Händen ab – und sah Rot. Thomas Spannenberger musste raus, Ersatzkeeper Leon Veliu kam. Und auch das steckten die Gastgeber weg. In der 70. war es erneut Philipp Siegwart, der einen Konter zum 2:2 versenkte: Dass Landsberg in Unterzahl spielte, war nicht zu sehen.

Es kam noch besser: In der 75. passte diesmal Siegwart auf Nuscheler und der erzielte die 3:2-Führung für den TSV. Die Partie war ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten und nun richtig spannend. Fast hätten die Landsberger den Vorsprung über die Zeit gebracht – in der 85. rettete Veliu mit einem tollen Reflex, doch in der 88. war er bei einem Konter machtlos. Trotz des Ausgleichs kurz vor Schluss: Der TSV Landsberg darf sich nach dieser Vorstellung als Sieger fühlen. Zu Recht gab es auch Applaus von der Tribüne: „Bravo Landsberg“.

TSV Landsberg: Heiland, Sanktjohanser (23. Buschel), Knechtel, Nichelmann, Gilg, Spannenberger (58. Veliu), Storhas, Fülla, Nuscheler, Beqiri (79. Strohhofer), Siegwart;

FC Unterföhring: Fritz, Büchel, Hofmann, Schlottner, Brandstetter (83. Gillich), Kain, Mayer (65. Segashi), Jungwirth, Yilmaz, Arkadas (68. Hollering), Faber;

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