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Eishockey

14.02.2021

Eishockey-Oberliga: Der HC Landsberg verpasst die Sensation

Marvin Feigl (Mitte) brachte die Landsberger nach Pass von Sven Gäbelein mit 2:0 in Führung. Gegen die Selber Wölfe haben die Riverkings am Ende die durchaus mögliche Sensation nur knapp verpasst.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Gegen die Selber Wölfe zeigen die Landsberg Riverkings eine sehr disziplinierte Leistung. Auch wenn es keine Punkte für das Oberliga-Schlusslicht gibt, macht Landsberg in der Entwicklung deutlich Fortschritte.

Es wäre die Sensation schlechthin gewesen: Das abgeschlagene Schlusslicht der Eishockey-Oberliga, der HC Landsberg, nimmt dem Top-Team Selber Wölfe Punkte ab. Doch es sollte nicht sein. Im letzten Drittel sorgten die Selber mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute dafür, das sie doch alle drei Zähler einpacken konnten. Trotzdem ist den Riverkings etwas gelungen, was sie in dieser Saison noch nie geschafft haben.

Obwohl Selb zu den Top-drei-Mannschaften der Liga zählt – geht man allein nach der erreichten Punktzahl, sind die Wölfe sogar Spitzenreiter – haben die Riverkings gegen dieses Team bislang immer gut ausgesehen. Die 1:4- und 3:6-Niederlagen zuvor konnten sich sehen lassen. Und diesmal war es sogar noch knapper: Erst im letzten Drittel, unter anderem mit einem Empty-Net-Goal, gelang den Wölfen der 7:4-Sieg in diesem hochklassigen, schnellen und spannenden Spiel.

Landsbergs Keeper Michael Güßbacher muss gleich retten

Nach nur wenigen Sekunden musste Landsbergs Keeper Michael Güßbacher schon in höchster Not retten – und stand weiter im Blickpunkt, denn Selb ließ die Gastgeber in den ersten fünf Minuten kaum aus dem eigenen Drittel. Dann allerdings drehten die Riverkings das Spiel: In der 6. Minute überraschte Christopher Mitchell nach Pass von Dominic Erdt den Gäste-Keeper mit einem Schuss von der blauen Linie, der perfekt ins Kreuzeck passte. Und es kam noch besser: Nur zwei Minuten später war es Marvin Feigl, der einen Pass von Sven Gäbelein zum 2:0 verwandelte.

Die Führung war durchaus verdient, denn die Landsberger störten früh, gingen aggressiv aber diszipliniert in die Zweikämpfe und kamen so immer wieder im Drittel der Gäste zum Scheibengewinn. Ein katastrophaler Fehler im Aufbau sorgte dann aber dafür, dass Selb durch Hechtl (10.) zum 1:2-Anschluss kam. Drei Minuten vor der ersten Pause war es dann noch ein unhaltbar abgefälschter Schuss, der zum 2:2 führte, mit dem es in die erste Pause ging.

Sehen Sie hier die Bilder vom Spiel:

Mit Torchancen auf beiden Seiten – wobei die jeweiligen Keeper auch Glück hatten – begann das Mitteldrittel. Und nach 25 Minuten schien die Partie entschieden: Innerhalb von 20 Sekunden gelang Selb durch Miglio und Hechtl ein Doppelschlag zur 4:2-Führung. Doch zum ersten Mal in dieser Saison meldeten sich die Landsberger nach einem derartigen Nackenschlag zurück, was man sicher als Fortschritt in der Entwicklung des Teams verbuchen kann. So schwach man in Überzahl agierte, so gut war die Unterzahl: In der 38. Minute gelang Mika Reuter ein Shorthander zum 3:4. Und nur gut eine Minute später fälschte Patrik Rypar einen Schuss von Marek Charvat unhaltbar zum 4:4 ab: Landsberg war wieder im Spiel.

Landsberg setzt noch mal alles auf eine Karte

Auch im letzten Drittel standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber – bis zur 49. Minute. Wieder war es ein Landsberger Fehler, den Selb in Unterzahl zum 5:4 durch Schiener nutzte und nur eine halbe Minute später erhöhte dieser auch noch auf 6:4. Zwar versuchte der HCL noch mal alles, nahm bereits drei Minuten vor Schluss Keeper Güßbacher für einen weiteren Feldspieler vom Eis und kam zu guten Chancen – aber Selb traf 18 Sekunden vor Partieende noch zum 7:4-Endstand ins leere Tor.

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