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Landsberg

04.06.2020

Fußball: Kommt Muriz Salemovic schon früher zum TSV Landsberg zurück?

Muriz Salemovic wird zur neuen Saison zum TSV Landsberg zurückkehren. Jetzt könnte aber auch eine frühere Rückkehr möglich sein.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Die neue Wechselfrist für die Amateur-Fußballer startet am 30. Juni. Für den Bayernligisten TSV Landsberg könnte sich das positiv auswirken. Doch die Regelung hat einen Haken.

Vor Kurzem hat der Fußball-Bayernligist TSV Landsberg mit einem Wechsel für Furore gesorgt: Muriz Salemovic kehrt wieder zurück. Eigentlich ist das erst nach der laufenden Saison geplant, doch jetzt könnte sich der Wechsel beschleunigen, denn der Bayerische Fußballverband hat zum 30. Juni die Wechselzeit eingeläutet. Ob der TSV Landsberg davon profitieren kann, wollte das LT von Abteilungsleiter Sebastian Gilg wissen, der sich zudem über eine unerwartete Geldspende freuen kann.

Es schwingt ein bisschen Unverständnis mit, wenn Sebastian Gilg über die Wechselfrist spricht. „Eigentlich sollte die Saison ja fortgesetzt werden, um eine Wettbewerbsverzerrung zu verhindern“, sagt der Fußball-Abteilungsleiter. Doch mit dem Start der Wechselfrist zum 30. Juni könnte sich vieles ändern. „Da kann ab September dann eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz stehen als in den bisherigen Spielen.“ Schließlich wird frühestens ab September wieder gespielt, und da könne sich einiges tun.

Pipinsried müsste zustimmen

Was aber dem TSV Landsberg auch zugutekommen könnte, denn damit wäre eine Rückkehr von Muriz Salemovic schon in dieser Saison nicht unmöglich. Allerdings: „Der Wechsel läuft nach den Regeln der Winterpause ab“, erläutert Gilg. Das bedeutet: Der abgebende Verein muss dem Wechsel zustimmen, ansonsten wäre der Spieler erst mal gesperrt. „Muriz könnte also kommen, aber da muss auch Pipinsried mitspielen.“ Salemovic war ja, nachdem er den TSV Landsberg als Spielertrainer in der Saison 2018/19 in die Bayernliga zurückgeführt hatte, zum Ligakonkurrenten FC Pipinsried gewechselt. Und steht mit dem FCP nun mit über 20 Punkten Vorsprung wieder an der Tabellenspitze.

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Für den TSV Landsberg wäre es also ein Riesenvorteil, könnte man den Edeltechniker, der auch als sportlicher Leiter beim TSV mitarbeiten will, vorzeitig wieder in die Mannschaft eingliedern. Schließlich geht es für Trainer Sven Kresin und sein Team um den Klassenerhalt. „Aber da gehören immer zwei Parteien dazu. Die Regelung wurde erst vor Kurzem bekannt, da muss man noch abwarten“, sagt Gilg.

Ein Spieler verlässt sicher den TSV Landsberg

Doch was auf der einen Seite ein Vorteil sein könnte, könnte sich auch als Nachteil erweisen, denn damit müssen auch die Landsberger schauen, welche ihrer Spieler sich mit Wechselgedanken tragen. „Wir haben schon Gespräche mit fast allen geführt“, sagt Gilg – schriftlich sei noch nichts festgehalten worden. Klar ist für ihn, dass er den Kader beibehalten möchte, wobei schon feststeht, dass ein Spieler den TSV verlassen wird. Jonas Meichelböck macht eine Fortbildung und steht deshalb samstags nicht mehr zur Verfügung.

Abgesehen von dieser Neuerung hatte es für Gilg noch eine erfreuliche Überraschung gegeben. Der FC Bayern München hatte ja schon angekündigt, den Bayernligisten wegen der Corona-Krise unter die Arme greifen zu wollen. Jetzt spendete der designierte deutsche Meister jedem Verein 10000 Euro. „Das war natürlich überraschend und erfreulich“, sagt Gilg. Wobei das Geld „schnell verplant“ war, da es noch einige ausstehende Rechnungen gegeben habe – Spielergehälter waren jedoch nicht unter diesen Außenständen.

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