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Bayernliga

16.08.2015

Landsberg wie es singt und lacht

Begraben unter Mitspielern: Philipp Siegwart erzielte in der 90. Minute den Treffer zum 3:2-Sieg über Spitzenreiter Heimstetten.
Bild: Julian Leitenstorfer

Sogar der Tabellenführer stolpert über den TSV. Am Dienstag geht es im Pokal weiter.

Der Siegeszug des TSV Landsberg in der Fußball-Bayernliga geht weiter. Im Topspiel des siebten Spieltags rang der TSV Tabellenführer SV Heimstetten mit 3:2 nieder. Spielentscheidend war eine Szene in der 53. Minute, die die Landsberger im Spiel hielt. Kurz vor Schluss überschlugen sich die Ereignisse.

Während die Landsberger Spieler mit ihren Fans nach Abpfiff den Sieg über den Regionalligaabsteiger feierten, saßen die Heimstettener Akteure etwas ratlos vor der Gästebank auf dem Rasen und analysierten die erste Saisonniederlage nach zuvor fünf Siegen und einem Unentschieden. Heimstettens Trainer Heiko Baumgärtner holte derweil zum Ritterschlag für den Gegner aus: „Ich glaube, dass Landsberg bis zum Ende oben dabei bleibt. Sie sind ein Kandidat für den Aufstieg.“ Der Gästetrainer haderte kurz mit der ersten Saisonniederlage. „Natürlich tut es weh, aber so ist Fußball. Uns hat die Frische gefehlt. Uns war klar, dass es hier schwer wird.“

Dabei war Heimstetten seinem Ruf als Aufstiegsfavorit und Tabellenführer absolut gerecht geworden. Von Beginn an zeigten die Gäste einen eingespielten Kombinationsfußball und wären in der 13. Minute fast in Führung gegangen. Toptorjäger Orhan Akkurt stand nach einem Fehler in der TSV-Abwehr plötzlich allein vor Torwart Tobias Heiland, aber der wehrte sensationell per Fuß ab. Die schnelle Partie bot in der Folgezeit Bayernliga-Fußball auf höchstem Niveau. Landsberg stand vor allem im Mittelfeld sicher und Rainer Storhas und Thomas Spannenberger unterbanden einige Angriffe. Bei den eigenen Vorstößen fehlte aber oft der entscheidende Pass in die Tiefe.

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Kurios fiel dann die Heimstettener Führung. Nach einer Ecke gab es Gewühl im Strafraum, eine Spielertraube bildete sich um den Ball, und am Ende entschied Schiedsrichter Stefan Treiber auf Sperren des Balls – indirekter Freistoß. Obwohl alle elf Landsberger auf der Linie standen, drosch Dominik Schmitt den Ball in die Maschen (29.). Fünf Minuten später wurden Charly Fülla und Stefan Strohhofer jeweils von einem Heimstettener Verteidiger in brenzligen Situationen am Abschluss gehindert, danach scheiterte Muriz Salemovic am Pfosten. Kurz vor der Pause dann aber doch der verdiente Ausgleich: Salemovic schickte Außenverteidiger Arek Wochnik über links, der legte zurück, kam wieder an den Ball und bediente Salemovic, dessen Schuss noch geblockt werden konnte. Aber Stefan Strohhofer stand richtig und schob zum 1:1 ein (44.). Aber nur zwei Minuten später war Akkurt nach Zuordnungsproblemen in der Landsberger Abwehr mit dem Kopf zur Stelle – 1:2.

Und der Heimstettener Angreifer rückte auch in der ersten gefährlichen Szene nach der Halbzeit wieder in den Fokus. Nachdem der ansonsten tadellos verteidigende Julian Birkner mit dem Arm an den Ball geraten war, gab es Elfmeter. Doch Tobias Heiland hielt den nicht besonders platziert geschossenen Strafstoß von Akkurt (53.). Nach dieser verpassten Chance auf die Vorentscheidung drückte Landsberg auf den Ausgleich. Philipp Siegwarts Schuss wurde von Heim-stettens bärenstarkem Schlussmann Markus Aigner entschärft, der Nachschuss von Storhas wurde noch auf der Linie geklärt und Fülla scheiterte abermals an Keeper Aigner. Aber in der 70. Minute war er chancenlos: Nach einer millimetergenauen Hereingabe von Salemovic traf Siegwart artistisch mit der Hacke zum 2:2. Der eingewechselte Manuel Detmar und erneut Siegwart hätten Landsberg in Führung schießen können (75. und 84.).

Landsbergs Trainer Sven Kresin stand zu diesem Zeitpunkt hinter dem Zaun, nachdem er nach einem Wortwechsel mit dem Schiedsrichter des Feldes verwiesen wurde. Aber von dort aus konnte er in der Schlussminute beobachten, wie ein Einwurf des guten Sebastian Gilg von Salemovic verlängert wurde und Siegwart zum 3:2 einnickte (90.). Dass Salemovic in der 91. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, war nicht mehr spielentscheidend. „Wir haben heute gesehen, warum Heimstetten ganz oben steht“, so Trainer Sven Kresin nach der Partie, „wir haben heute vieles gut gemacht. Das ewige Antreiben nach vorne war ein guter Faktor. Der Lucky Punch zum 3:2 war sehenswert und hat all unsere Qualitäten aufgezeigt.“ Landsberg ist punktgleich mit Heimstetten Zweiter.

Landsberg: Heiland – Wochnik (61. Greif), Birkner, Nichelmann, Gilg – Storhas, Spannenberger – Fülla (90.+1 Cilingir), Salemovic, Siegwart – Strohhofer (48. Detmar).

Heimstetten: Aigner – Hintermaier, Müller, Paul, Kubina – Nappo /67. Steimel), Schmitt, De la Motte, Ünver (79. Sütlü) – Akkurt, Duhnke.

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