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Scheuring

07.10.2019

Oktoberfestschießen: Scheuringer Schütze Ranzinger holt sich den Titel

Philipp Ranzinger von Edelweiß Scheuring (links) ist der neue Landesschützenkönig mit der Luftpistole. Die Proklamation fand am letzten Tag der Wiesn auf der Münchner Theresienwiese statt. Rechts: Landesschützenmeister Christian Kühn.
Bild: BSSB

Plus Philipp Ranzinger aus Scheuring ist neuer Landesschützenkönig mit der Luftpistole. Aber auch die Bundesligamannschaft sorgt für einen Eintrag in die Vereinschronik.

Die Scheuringer Luftpistolenschützen schreiben Geschichte – wieder einmal und gleich in zweifacher Hinsicht: Nicht nur, dass die erste Mannschaft die ersten Punkte in der Bundesliga geholt hat, die Edelweißschützen stellen auch den Landesschützenkönig mit der Luftpistole. Philipp Ranzinger sicherte sich diesen Titel beim Oktoberfestschießen in München mit einem 59,0-Teiler.

Fast 4000 Teilnehmer am Start

Der 23-jährige Schüler der Landsberger Berufsoberschule, der bereits in der vergangenen Woche in München angetreten war, erhielt die Nachricht am Samstagnachmittag, nachdem das Königsschießen ausgewertet worden war. Schließlich waren im Rahmen des Oktoberfests in München 11.046 Schützen im Schützen-Festzelt auf der Münchner Theresienwiese am Stand, 3760 von ihnen nahmen auch am Landeskönigsschießen teil. Und jeder Teilnehmer durfte beim Königsschießen nur einen Schuss abgeben.

So richtig fassen konnte es Philipp Ranzinger auch am Tag nach der Proklamation noch nicht. „Ich glaube, das kommt erst in ein paar Tagen.“ Die Ehrung am Sonntag in München sei „wie ein Film" abgelaufen. „Es war saukalt auf der Tribüne auf der Theresienwiese, aber der Ausblick auf die Wiesn war gigantisch“, erzählt er. Für den 23-Jährigen ist es nicht die erste hohe Auszeichnung, unter anderem wurde er 2016 bereits deutscher Meister der Junioren A. Welcher Titel nun höher einzuschätzen ist, sei schwer zu sagen. „Aber auf eine deutsche Meisterschaft arbeitet man jahrelang hin und bei einem Königsschießen ist bei nur einem Schuss auch ein bisschen Glück dabei. Glück kann man nicht trainieren.“

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Eigentlich sollte er in der Bundesliga antreten

Allerdings war Ranzinger am Samstag, als er die Nachricht erhalten hatte, bereits mit der Scheuringer Bundesligamannschaft zum Ligaauftakt in Kehlheim. Am Samstag war er Ersatzmann, am Sonntag sollte er an den Stand gehen. „Ich habe erst mit unserem Trainer gesprochen“, sagt Philipp Ranzinger. Schützenmeister Franz Berghofer nahm die Organisation der Rückfahrt in die Hand. Aus Scheuring waren nämlich auch Philipps Opa Rolf Ranzinger und Andreas Balg nach Kehlheim gefahren. „Beide waren aber schon wieder auf dem Heimweg, als uns die Nachricht erreichte“, erzählt Franz Berghofer. Also wurden sie per Handy wieder zurückbeordert, um Philipp mit nach Hause zu nehmen.

Dem Schützen selbst fiel die Abfahrt schon etwas schwer, sollte er doch im zweiten Wettkampf am Sonntag gegen Hambrücken zum Einsatz kommen. „Ich hab' meinen Jungs gesagt, sie sollen für mich ein paar Zehner mitschießen, und das haben sie dann ja auch gemacht.“

Viele Scheuringer Fans begleiten Ranzinger auf die Wiesn

In Scheuring hatte derweil Zweiter Schützenmeister Markus Schamper schon einen Bus organisiert, mit dem man den neuen Landesschützenkönig nach München begleitete. „Wir sind um 7.30 Uhr am Sonntag abgefahren, dass so viele wegen mir so früh aufgestanden sind, macht mich schon stolz“, freut sich Philipp Ranzinger, dass ihn fast 30 Fans begleiteten.

Was die Schützen dort erlebten, war „wirklich beeindruckend“, so Berghofer, der von Kehlheim aus direkt nach München gefahren war. „Vor der Bavaria findet immer mit den Böllerschützen das Abböllern der Wiesn statt“, erzählt er, anschließend war die feierliche Proklamation und der Platz war überfüllt mit Zuschauern.

Nicht der erste Landesschützenkönig

Und während die Scheuringer am Sonntag in München ihren ersten Landesschützenmeister feierten, sorgte die Bundesligamannschaft in Kehlheim bei ihrem zweiten Wettkampf für den nächsten Eintrag in den Geschichtsbüchern der Edelweiß-Schützen: Sie holten mit einem Sieg gegen Hambrücken die ersten Punkte für den Verein in der 1. Bundesliga Süd (ausführlicher Bericht folgt).

Im Landkreis Landsberg hat es übrigens schon mal einen Sieger bei einem Oktoberfestschießen gegeben, wie sich Gauschützenmeister Peter Brich erinnert. „Allerdings ist das schon lange her.“ Tatsächlich waren es sogar zwei. So hat die FSG Landsberg dazu in ihrer Chronik einen Eintrag: Im Jahr 1902 hat der Iglinger Gastwirt Ignaz Wiedemann, der Mitglied bei den Schloßschützen Igling und der FSG Landsberg war, den Wettbewerb in München gewonnen. Und die Bergschützen Walleshausen stellten Mit Hubert Lutzenberger 1959 den Landesschützenkönig. Er hatte denn Wettbewerb mit einem 20,6-Teiler gewonnen.

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