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Landkreis Neu-Ulm
21.11.2019

SPD verzichtet auf Landratskandidaten

Die SPD will ihre 14 Sitze im Neu-Ulmer Kreistag halten – das ist das Mindestziel für die Kommunalwahl. Einen Landratskandidaten stellt sie nicht.
Foto: Angela Häusler

Die Genossen im Kreis Neu-Ulm stellen ihre Bewerber für den Kreistag vor. Darunter sind alte Hasen und auch Neulinge - aber es gibt keinen Landratskandidaten.

Mindestens 14 Sitze wollen die Sozialdemokraten im Neu-Ulmer Kreistag nach der Kommunalwahl im nächsten März besetzen – und damit so viele wie in der zu Ende gehenden Amtsperiode. Am Mittwoch haben SPD-Unterbezirk und Kreisverband Neu-Ulm ihre 70 Kandidaten nominiert. Mit denen startet sie demnächst in den Wahlkampf: Einen Landratskandidaten stellen die Genossen nicht.

Trotz der für die SPD momentan schwierigen Zeiten sei es gelungen, „70 Männer und Frauen zu finden, die kandidieren und damit zeigen, dass die SPD eine lebendige Partei ist“, sagte Bundestagsabgeordneter Karl-Heinz Brunner vor den 41 Mitgliedern im Illertisser Schützenheim. Es sei „eine tolle und interessante Liste“ mit Vertretern aus allen Regionen im Kreis, aus allen Schichten und Altersstufen, „es ist eine Liste auf der Höhe der Zeit“, so Brunner.

Er beschrieb die SPD als eine der treibenden Kräfte im Kreistag, die sich während der laufenden Wahlperiode unter anderem für den Öffentlichen Nahverkehr, den Wohnungsbau und den Rettungsdienst eingesetzt habe.

SPD im Landkreis Neu-Ulm: Zwei Kandidaten reichen aus

Und Brunner beantwortete die bislang offene Frage nach einem eigenen Landratskandidaten aus den Reihen der SPD eindeutig: Es gebe mit dem amtierenden Landrat Thorsten Freudenberger und Herausforderin Susanna Oberdorfer-Bögel von den Freien Wählern bereits „zwei respektable Kandidaten“ für dieses Amt. Für solche Entscheidungen brauche es „eine Zuspitzung“, und die sei erst möglich, wenn nur zwei Kandidaten zur Wahl stünden. Aus diesem Grund habe er selbst auch im vergangenen September seine Kandidatur um den Bundesvorsitz der Partei zurückgezogen. Auch jetzt sei es „konsequent, keinen weiteren Kandidaten ins Rennen zu schicken“. Die SPD sei mit zahlreichen Funktionären, Städten und Gemeinden des Landkreises gut vertreten und leiste dort wertvolle Arbeit.

Die SPD habe „allen Grund, stolz zu sein“, sagte Daniel Fürst als Mitglied des Landesvorstands. Das von den Genossen derzeit angestrebte Volksbegehren zum Stopp von Mieterhöhungen sei auch im Landkreis von Bedeutung. Im ländlichen Raum würden viele Leute aus Solidarität unterschreiben, so Fürst.

Unisono stimmten die Delegierten für die Kandidatenliste. Mit dabei sind politische Neulinge ebenso wie alte Hasen. Der Frauenanteil liegt bei knapp 50 Prozent, es sind 36 Männer und 34 Frauen vertreten. Deren Motivation ist breit gefächert. „Mir macht Politik immer noch Spaß“, sagte die dritte Neu-Ulmer Bürgermeisterin Rosl Schäufele, während Politik-Neuling Beate Herschbach „mithelfen will, weil Politik mich schon immer interessiert hat“. Er wolle sich für den Ausbau des ÖPNV einsetzen, sagte der Illertisser Kasim Kocakaplan, „da läuft im Landkreis viel zu wenig“.

Ganz vorne auf der Kandidatenliste der SPD stehen: Ulrich Schäufele (Platz eins), Jutta Noack (zwei), Karl-Heinz Brunner (drei), Sabine Krätschmer (vier), Daniel Fürst (fünf), Maren Bachmann (sechs), Georg Schneider (sieben), Rosl Schäufele (acht), Herbert Richter (neun) und Stefanie Steinle (zehn).

Gibt es einen Landratskandidaten oder nicht - die SPD im Kreis Neu-Ulm hat es spannend gemacht: Landratswahl: Was macht die SPD?


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