Newsticker
Kreise: Bund und Länder wollen Lockdown bis 14. Februar verlängern
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Klinik-Antrag: Ex-Landrat Weirather missfällt das Vorgehen von CSU und Grünen

Mindelheim

07.01.2021

Klinik-Antrag: Ex-Landrat Weirather missfällt das Vorgehen von CSU und Grünen

Hans-Joachim Weirather kritisiert den Antrag von CSU und Grünen zu den Kliniken.
Bild: Archiv Landratsamt

Plus Ex-Landrat Hans-Joachim Weirather, nun Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikverbunds, kritisiert die Fraktionschefs von CSU und Grünen wegen ihres Klinik-Antrags sowie die Berichterstattung.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikverbundes Allgäu, der Unterallgäuer Landrat a. D. Hans-Joachim Weirather, hat auf den Antrag von CSU und Grünen reagiert, den Kreistag dringlich einzuberufen, um die Lage an den Kliniken zu besprechen. Dazu haben die Fraktionsvorsitzenden Andreas Tschugg (CSU) und Daniel Pflügl Weirather als Experten eingeladen. Weirather kritisiert darin die Berichterstattung als unvollständig und einseitig, ohne jedoch konkret zu werden. Tschugg und Pflügl hält er vor, nicht mit ihm das Gespräch gesucht zu haben.

Die MZ hatte von schlechter Stimmung in den Kliniken Mindelheim und Ottobeuren berichtet (Mehr dazu hier: Unruhe in den Klinken im Unterallgäu: Kreisräte fordern Aufklärung). Geschäftsführer Franz Huber hat gekündigt, Chefarzt Dr. Tilman Eßlinger ebenso. Auch zwei weitere Mediziner gehen neue Wege. Jüngst wurde nun bekannt, dass das eigenständige Labor zum April 2021 aufgegeben werden soll.

Weirather schreibt, er freue sich auf ein Wiedersehen mit den Kreisräten

Auf all das geht der Aufsichtsratsvorsitzende Weirather in seiner Stellungnahme nicht ein, um die ihn die MZ am Montag gebeten hatte. Er schreibt wörtlich: „Die Aussicht auf ein Wiedersehen mit den Kreisrätinnen und Kreisräten erfüllt mich mit Freude. Da ein persönlicher Abschied am Ende der letzten Wahlperiode nicht und weitere persönliche Begegnungen kaum möglich waren, wäre es schön, alte Weggefährten wiederzusehen, aber auch die neuen Mandatsträger kennenzulernen.“

Über die „positive Entwicklung des Klinikverbundes Allgäu sowie die aktuellen Herausforderungen“ könne er als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikverbundes „sicherlich substanzielle Inhalte liefern“ und angesichts der leider bisher unvollständigen und einseitigen Berichterstattung manches richtigstellen. Kritik übte er an den Fraktionssprechern von CSU und Grünen. „Die Art und Weise, wie Herr Pflügl und Herr Tschugg vorgehen, ist ungewöhnlich.“ Beide gehören selbst dem Aufsichtsrat des Klinikverbundes an. „Wir haben uns erst kurz vor Weihnachten in einer Sitzung getroffen. Keiner der beiden hat mich bis zum heutigen Tag persönlich angesprochen. Im Übrigen haben wir bei eben dieser Sitzung eine große Zahl anspruchsvoller Themen behandelt und in maximaler Übereinstimmung vielfältige Beschlüsse gefasst.“

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

07.01.2021

Ja es ist schon erstaunlich was da passiert. Da wird sich einem "Verband" angeschlossen mit privater Geschäftsführung um sich der politischen Verantwortung zu entledigen und dann beschwert man sich voller Empörung, dass die Gesellschaft das macht wofür man sich dieser angeschlossen hat.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren