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Koalitionsausschuss einigt sich auf milliardenschweres Konjunkturpaket
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Krankenhäuser

28.07.2012

Nichts für den Landkreis

Staatsregierung pumpt Gelder vor allem nach Augsburg

Mindelheim Während Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer auf seiner Facebook-Seite jubiliert über 115 Millionen Euro des Freistaates Bayern für bessere medizinische Versorgung in Schwaben, fällt das Urteil im Landratsamt Unterallgäu deutlich unterkühlter aus. Während der Ministerrat in dieser Woche 19 zusätzliche Bauprojekt an bayerischen Krankenhäusern mit einem Gesamtvolumen von 330 Millionen Euro abgesichert hat, sind die beiden Unterallgäuer Krankenhäuser in Mindelheim und Ottobeuren leer ausgegangen.

Landrat Hans-Joachim Weirather sagte auf Anfrage der MZ, der Umbau der Notaufnahme am Klinikum in Mindelheim sei nicht in das Krankenhausbauprogramm aufgenommen worden. Ihn irritiert besonders die Großzügigkeit in Richtung Klinikum Augsburg, das sich über 91,35 Millionen Euro freuen darf. „Ich hoffe, Ministerpräsident Horst Seehofer vergisst bei allem nicht die kleinen Krankenhäuser auf dem Land“, sagte Weirather.

Immerhin stammten die Hälfte der Mittel über die Krankenhausumlage von den Städten und Gemeinden. Die beiden Kreiskliniken erhalten laut Weirather heuer 700 000 Euro an Investitionspauschale. „Das ist weniger als die Hälfte von dem, was wir eigentlich brauchen“, betonte der Landrat. Der Umbau der Notaufnahme in Mindelheim war bereits 2011 beantragt worden. Ein Teil ist gleichwohl umgebaut worden. So müssen Patienten jetzt nicht mehr auf dem Gang warten, weil es ein Wartezimmer gibt.

Das Klinikum Memmingen ist mit 6,3 Millionen Euro allerdings im neuen Investitionsprogramm berücksichtigt worden. Hier wird im Wesentlichen die Pädiatrie erweitert. (jsto)

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