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18.07.2010

Sebastian Seemüller gewinnt die Stichwahl

Ein Küsschen für den Sieger: Sebastian Seemüller mit seiner Frau Katja vor dem Sieben-Schwaben-Brunnen in Türkheim. Am 1. Dezember tritt Seemüller, der die gestrige Stichwahl gewann, seinen Dienst als Bürgermeister an. Foto: Florian Eisele
Bild: Florian Eisele

Türkheim Mit Sebastian Seemüller steht seit gestern Abend der Nachfolger von Silverius Bihler als Bürgermeister von Türkheim fest. In der Stichwahl setzte sich der CSU-Politiker mit 55,3 Prozent aller Stimmen gegen seine Mitbewerberin aus dem Lager der SPD, Agnes Sell, durch. Sie erhielt 44,7 Prozent der Stimmen.

Der 35-jährige Hotelbetriebswirt tritt damit die Nachfolge von Silverius Bihler an, der aus persönlichen Gründen für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung stand. Die Erleichterung, die nach der Verkündigung des Wahlsieges im Türkheimer Rathaus von ihm gefallen ist, sei immens gewesen, wie Seemüller kurz danach sagte. "Mich hat es gewundert, dass hier keine Fließe kaputt gegangen ist - so groß war der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist. Ich freue mich riesig darüber, dass die Wähler mir ihr Vertrauen geschenkt haben."

Seemüller mit Nervosität, aber keinem Zweifel

Am Wahltag selbst sei Ablenkung angesagt gewesen: Mit der Familie war Seemüller in Waal beim Handwerkermarkt unterwegs, um nochmals einen Tapetenwechsel zu bekommen. Die Nervosität sei im Laufe des Tages zwar angestiegen, Zweifel an seinem Wahlsieg habe der CSU-Politiker jedoch nie gehabt: "Ich habe von allen möglichen Seiten so viel Zuspruch bekommen, dass ich immer ein gutes Gefühl hatte." Gratulationen vor der offiziellen Bekanntgabe wollte er dennoch nicht annehmen. Jetzt gehe es darum, sich Stück für Stück in die bevorstehenden Aufgaben einzuarbeiten. Der lange Vorlauf bis zum Dienstantritt im Dezember sei dabei ein Vorteil: "Ich möchte mich den Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft vorstellen und auch Herrn Bihler mal einen Tag lang begleiten", sagte Seemüller.

Sebastian Seemüller gewinnt die Stichwahl

Eine der ersten Gratulanten war die unterlegene Bewerberin der SPD, Agnes Sell. Ihr Tag begann bereits um halb sechs Uhr morgens - als letzte Maßnahme heftete das Wahlkampfteam der SPD kleine Traubenzuckerrationen an die Türen in Türkheim und Irsingen, um die Wähler nach eigener Aussage fit für den Wahlgang zu machen. Dass es letztlich nichts geholfen hat, sei bitter. "Ich habe in den vergangenen Tagen ein gutes Gefühl gehabt und viele positive Gespräche geführt", sagte Sell. Hoffnungsvoll habe sie zudem gestimmt, dass Peter Senner von den Freien Wählern eine Wahlempfehlung für sie herausgegeben habe. Ihr Ergebnis in Irsingen - Sell erhielt dort mehr als doppelt so viel Stimmen wie im ersten Wahlgang vor zwei Wochen - wertet die Mutter von drei Kindern als "großen Erfolg".

Sell präsentiert sich als faire Verliererin

Gut für Türkheim sei es auch, dass das Ergebnis nun deutlicher ist als von vielen gedacht. "Dieser deutliche Abstand macht die Arbeit von Herrn Seemüller einfacher, und das ist letztlich auch besser für Türkheim", zeigte sich Agnes Sell als faire Verliererin. Gut für Sebastian Seemüller selbst sei es hingegen, baldmöglichst etwas nachzuholen, für das während des Wahlkampfes kaum Zeit war: mit seiner Frau Katja zum Essen zu gehen. "Den Wahlkampf habe ich nämlich auch auf der Waage bemerkt - ich habe vier Kilo abgenommen", sagte er.

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