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Bad Wörishofen

29.03.2021

Tödliche Messerattacke: Ermittler spricht von "schrecklichem Anblick"

Ein 27-jähriger Bulgare soll in der Nacht zum Sonntag seine 35-jährige Lebensgefährtin erstochen haben. Am Montag erließ das Amtsgericht Memmingen Haftbefehl.
Foto: m.he

Eine 35-Jährige ist in einem ehemaligen Kurhotel in Bad Wörishofen offenbar mit mehreren tödlichen Messerstichen erstochen worden. Es ist nicht die erste Bluttat dort. Ein Tatverdächtiger sitzt nun in U-Haft.

Selbst erfahrene Ermittler reagierten geschockt auf die grausame Bluttat, bei der in der Nacht zum Sonntag in einem ehemaligen Kurheim in Bad Wörishofen eine 35-Jährige getötet worden war. Bei der Obduktion des Leichnams der Frau wurde als Todesursache „eine Vielzahl tödlich wirkender Stichverletzungen festgestellt“, so die Staatsanwaltschaft Memmingen. „Ein schrecklicher Anblick“, schilderte ein Polizeibeamter den Tatort.

Ein 27-jähriger Tatverdächtige wurde am Montag der zuständigen Ermittlungsrichterin vorgeführt, die Untersuchungshaft anordnete. Der mutmaßliche Täter wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Zur Tat äußerte sich der aus Bulgarien stammende Mann bislang nicht, er spricht auch kaum deutsch. Dass es sich bei dem Opfer um seine Lebensgefährtin gehandelt haben soll, wollte die Polizei auf Anfrage nicht bestätigen.

Die Nachbarn in Bad Wörishofen sind besorgt und haben Angst

In der sonst so ruhigen und beschaulichen Kurstadt reagieren viele Nachbarn mit Abscheu und Angst auf das Tötungsdelikt – vor allem auch, weil die Arbeiterunterkunft in dem ehemaligen Kurhaus im September 2018 einmal Schauplatz eines brutalen Tötungsdelikts war. Am Ende eines Gewaltexzesses war ein 46 Jahre alter Mann tot.

Besorgte Nachbarn berichten von regelmäßigen Saufgelagen und Schlägereien, bei der örtlichen Polizei ist das Arbeiterwohnheim als Schwerpunkt für Alkohol- und Gewaltdelikte bekannt.

Mehr dazu hier: 30 Polizeieinsätze, zwei tödliche Attacken: Wie geht es weiter mit dem ehemaligen Kurhotel?

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    29.03.2021

    Dann müssen wir ja jedem ein Reihenhaus kaufen...

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    29.03.2021

    Schrecklich, schlimm aber die Frage sollte gestellt werden dürfen, da sich sehr viele der kapitale Straftaten in den letzten Jahren ähneln: Sind die Menschen, die zu uns kommen so brutal oder macht das Leben in Deutschland kriminell?

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    29.03.2021

    Sperr junge Männer ohne Perspektive auf Besserung zusammen in ein beengtes Gebäude und schau, was passiert. Das hat nichts der Herkunft zu tun, sondern mit der Situation, in der sie leben müssen. Über kurz oder lang wird sowas immer passieren, wenn man keinen einzigen Moment der Privatsphäre haben kann. Alle sind durchgehend gereizt und irgendwann reicht eine Kleinigkeit um zu explodieren. Die Herkunft spielt keine Rolle und niemand ist an sich kriminell. In jeder Bevölkerung der Welt sind junge Männer am strafauffälligsten. (Das soll die Tat keinesfalls entschuldigen, aber es ist ein Erklärungsansatz)

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    29.03.2021

    "Sind die Menschen, die zu uns kommen so brutal oder macht das Leben in Deutschland kriminell?"

    Es ist wohl das Eine noch das Andere. Ich finde es nicht gut, alle Ausländer in eine Schublade zu stecken. Wie brutal auch deutsche Bürger sein können, braucht man nicht extra erwähnen.

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