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Blasmusik

19.07.2019

Von Fred Feuerstein bis Quasimodo

Die Nachwuchsmusikerinnen und -musiker der Jugendkapelle Wertachtal unter Leitung von Dirigent Christoph Müller rissen ihr Publikum beim Sommerkonzert in Wiedergeltingen mit. In Erinnerung an das Bezirksmusikfest in Rammingen spielten sie auch das „Nobis Musica“ von Michael Schiegg.
Bild: Maria Schmid

Sommerkonzert der Jugendkapelle Wertachtal als musikalischer Höhepunkt

Kaum waren die Trommeln der Schülerinnen und Schüler verstummt, die Songs des Musicals „Tuishi pamoja“ gesungen, da gab es bereits wieder einen musikalischen Höhepunkt in der Mehrzweckhalle der Grundschule in Wiedergeltingen.

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Die 18 Musikanten der Jugendkapelle Wertachtal brachten ein sehr schönes Nachmittagskonzert, so recht passend für die Sommerzeit. Die Jungmusikanten sind aus Amberg, Irsingen, Türkheim und Wiedergeltingen. Sie machten das ganz im Sinne des Musicals, denn auch die Tiere in der Savanne waren der Meinung: „Wir wollen zusammen leben.“

Die jungen Musikanten wollten zusammen spielen und das zur eigenen und zur Freude der Gäste. Dirigent Christoph Müller von der Stammkapelle leitete sie mit Präzision und einer guten Prise Humor. Sein Sohn Patrick übernahm die Moderation. Maria Lutzenberger, die Vorsitzende des Musikvereins Wiedergeltingen, begrüßte die Gäste, darunter auch Bürgermeister Norbert Führer und seine Frau. Das Bezirksmusikfest in Rammingen war für die Jugendkapelle ein großes Erlebnis. In Erinnerung daran spielte sie das „Nobis Musicis“, eine Auftragskomposition von Michael Schiegg für den damaligen Gemeinschaftschor.

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Er ist Posaunist vom „5er Blech“ und hat schon etliche, gern gespielte Blasmusikstücke komponiert. Die Jugendlichen auf der Bühne entführten ins „Zauberland“, sie liebten Polkas und konnten sicher sein, mit der Titelmelodie aus der Zeichentrickserie „Flintstones“, der „Familie Feuerstein“, punkten zu können. Wer erinnert sich nicht an den panischen Hilferuf „Wilma!“ von Ehemann Fred Feuerstein, den er immer dann ausrief, wenn er nicht mehr weiter wusste. Traute sich von den älteren Konzertbesuchern niemand, es ihm nachzumachen? Im Stillen gewiss, das war den schmunzelnden Gästen anzusehen.

Und wie war das mit dem „Buckligen“ von Notre Dame? Blickte Quasimodo, der Glöckner der Kathedrale, da nicht gerade vom Kirchturm St. Nikolaus herunter? Das Bild von Wiedergeltingen schaute von der Wand der Mehrzweckhalle herunter auf das Publikum. Nun, bei etwas Fantasie schien auch das möglich zu sein. Ebenso wie der rasante Tanz seiner heimlichen Liebe Esmeralda, die das Tamburin schlug. Schließlich war der Brand in der Kathedrale vom 15. April noch lebhaft im Gedächtnis. Ein Grund von Christoph Müller, die Musik dazu mit ins Programm zu nehmen. Auf das Drängen der Gäste nach einer Zugabe wurde auch diese gewährt. Heftiger Beifall entließ die jungen Musikanten in den Abend.

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