1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Waaghaus: Minister schwärmt von Meilenstein

Türkheim

11.09.2019

Waaghaus: Minister schwärmt von Meilenstein

Copy%20of%20IMG_9391.tif
2 Bilder
Bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids für Sanierung und Erweiterung des Türkheimer Waaghauses (von links): Max Deisenhofer, Bürgermeister Christian Kähler, Minister Hans Reichhart, Stephan Stracke und Simone Strohmayr.
Bild: Issing

Mit einem Zuschuss von 1,6 Millionen Euro bringen Bund und Freistaat ein Projekt in Türkheim voran, über das lange und kontrovers debattiert wurde.

Jetzt ist es amtlich. Einer Sanierung und Erweiterung des seit Jahren leer stehenden Waaghauses, dessen künftige Nutzung sowohl im Gemeinderat, wie auch von der Bevölkerung lange Zeit sehr umstritten war, steht nun auch finanziell nichts mehr im Wege. Ein Zentrum für alle Bürger soll es werden, entschieden die Markträte nach längerem hin und her. Damit rannten sie bei der Regierung von Schwaben wie auch bei Bund und Land offene Türen ein. Zur Finanzierung der neuen Begegnungsstätte steuern Freistaat und Bund rund 1,6 Millionen Euro bei. Die restliche Summe für des insgesamt mit 1,9 Millionen Euro veranschlagte Projekt muss die Marktgemeinde selbst aufbringen. Im Rathaus rechnet man zudem damit, dass sowohl das Landesamt für Denkmalpflege und auch der Landkreis den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes bezuschusst.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Bayerns Bauminister Hans Reichhart kam persönlich mit der frohen Kunde nach Türkheim. Ein so großer Geldsegen verpflichtet zum Dank. Vor Freude strahlend über die großzügige finanzielle Unterstützung (90 Prozent der förderfähigen Kosten) schlug Rathauschef Christian Kähler die wichtigsten Kapitel in der Geschichte des Waaghauses auf, dessen Eigentümerin seit vielen Jahren die Gemeinde ist und nicht erst seit 2016, wie MdB Stephan Stracke bei Ankündigung der Zuschussvergabe irrtümlich erwähnte.

Entstehen soll ein Bürgerzentrum für die Türkheimer

Im Verlauf seiner Grußworte stellte der Bürgermeister den anwesenden Ehrengästen, Landtagsabgeordneten, Bürgern, den Vertretern der Regierung von Schwaben und den Gemeinderäten das künftige Nutzungskonzept des Bürgerzentrum vor. Danach wird die Begegnungsstätte von der Volkshochschule Türkheim betrieben. Die VHS ist auch für das Belegungs-Management zuständig. „Begegnung braucht Räume“, machte Bauminister Reichhart deutlich. Der CSU-Politiker schwärmte von einem „Meilenstein in der Historie des Waaghauses“, das seit mehr als 400 Jahren Türkheims Ortsmitte präge und deshalb erhalten werden müsse. So sei es auch wichtig und richtig, das Baudenkmal mit neuem Leben zu erfüllen. Der Umbau und die Reaktivierung des Waaghauses zu einem Bürgerzentrum, so der Minister sei ein beispielhaftes Integrationsprojekt und ein beachtlicher Schritt auf dem Weg zu städtebaulicher Erneuerung. Das Geld für die Erweiterung sei für die Dorfgemeinschaft gut angelegt.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Zu Wort meldete sich auch Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke. Mit dem vom Bundesministerium des Inneren für Bau und Heimat im Jahre 2017 ins Leben gerufene „Förderprogramm Soziale Integration im Quartier“ investiere man gemeinsam mit den Ländern in Zentren (Infrastrukturen) in denen Menschen sich treffen und gemeinsam aktiv sein können, erläuterte der CSU-Politiker.

Er drückte die Hoffnung aus, dass im neuen Türkheimer Bürgertreff aus der Vielfalt Zusammenhalt erwächst.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren