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Fußball

30.06.2017

Eine bleibende Erfahrung

Breitenbrunns Trainer Herbert Sauter (Zweiter von links) betreut heute Abend die VG-Auswahl im Spiel gegen den Regionalligisten FC Memmingen. Der 58-Jährige führte kürzlich den SV Breitenbrunn zur Meisterschaft in der B-Klasse Allgäu 10.

Heute Abend fordert eine VG-Auswahl in Breitenbrunn den FC Memmingen heraus. Auswahl-Trainer Herbert Sauter über die Kunst, eine schlagkräftige Truppe zu formen.

Der SV Breitenbrunn feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag – und zugleich den Meistertitel in der B-Klasse und damit den Aufstieg in die A-Klasse. Eigentlich könnte Meistertrainer Herbert Sauter also derzeit beruhigt und zufrieden im Urlaub weilen. Doch daraus wurde nichts. Er ist nämlich Trainer der VG-Auswahl, die im Rahmen der Feierlichkeiten am heutigen Freitagabend um 18.30 Uhr auf dem Sportplatz den Fußballregionalligisten FC Memmingen empfängt.

Herr Sauter, wie formt man in so kurzer Zeit eine Mannschaft aus Spielern von acht verschiedenen Vereinen?

Herbert Sauter: Es war ja unser Ziel, mit einer VG-Auswahl anzutreten. Es gibt viele gute Spieler in unserer Region, die sich auch untereinander kennen. Menschlich passt der Kader hervorragend zusammen. Da macht es einem Trainer dann auch Spaß und Freude.

Haben Sie die Spieler schon einigermaßen kennengelernt? Immerhin spielen sie nicht nur in unterschiedlichen Vereinen, sondern auch verschiedenen Spielklassen.

Sauter: Bei der Zusammenstellung habe ich mir schon Hilfe geholt. Mit Fabian Rogg und Helmut Fiener (die beiden Abteilungsleiter Fußball des SV Breitenbrunn, Anm. d. Red.) habe ich überlegt, wer uns helfen könnte. Einen Christian Landsperger aus Bedernau oder einen Oliver Rödl aus Loppenhausen kenne ich auch. Aber beim SV Salgen/Bronnen zum Beispiel tu’ ich mich schon schwerer.

Wie oft kam die Auswahl zum Training zusammen? Und was wurde dann trainiert?

Sauter: Wir haben vor dem Spiel drei Trainingseinheiten angesetzt. Da machen wir keine Gewaltaktionen. Es soll der Ball laufen und Spaß machen. Die Spieler habe ich bei den Abschlussspielen auf ihren Lieblingspositionen spielen lassen. In den Rhythmus zu kommen ist wichtig. Nach dem dritten Training haben wir uns zusammen gesetzt und ein paar grundlegende Dinge angesprochen.

Die da wären?

Sauter: Es geht darum, wie wir auftreten. Es werden beim Spiel sicher Welten dazwischen liegen. Da werden einige sehen, was in der Regionalliga so abgeht. Und da will ich, dass alles sauber abläuft und keiner einem anderen in die Speichen haut, sondern fair gespielt wird. Was die Zuschauer auch sehen wollen.

Mit dem FC Memmingen kommt der zweitbeste bayerische Amateurverein. Wie tritt man in so einem Spiel an?

Sauter: Die Memminger werden keinen Schicki-Micki-Fußball zeigen. Die sind alle heiß wegen des Eröffnungsspiels gegen 1860 München. Da will sich jeder zeigen. Wir werden versuchen, mit unseren Möglichkeiten auch nach vorn zu spielen. Wir haben ja einige Spieler, die wissen, wie man Tore schießt. Aber wir wollen auch nicht, dass sie uns gleich in der ersten halben Stunde den Laden vollhauen. Es geht also um die richtige Abstimmung zwischen Defensive und Offensive.

Vor zehn Jahren hat der SV Breitenbrunn seinen 40. Geburtstag mit einem Freundschaftsspiel gegen den TSV 1860 München in Mindelheim gefeiert. Wissen Sie wie es damals ausging?

Sauter: Da müsste ich nachschauen (0:17, Anm. d. Red.). Aber ich hab von diesem Spiel schon ein paar Mal gehört. Die, die damals dabei waren, sind heute noch unglaublich stolz darauf. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. In meiner aktiven Zeit beim TSV Babenhausen haben wir mal gegen den KSC, Fortuna Düsseldorf oder die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft gespielt. Vor 3000 bis 4000 Zuschauern. Das ist ein tolles Gefühl für einen jungen Spieler.

Ein Meistertitel bleibt auch in Erinnerung: Vor fünf Wochen wurde Ihre Mannschaft am letzten Spieltag durch ein 0:0 bei Verfolger SV Tussenhausen Meister der B-Klasse Allgäu 10. Besser kann es in einem Jubiläumsjahr gar nicht laufen.

Sauter: Das ist für den Verein und die Dorfgemeinschaft super. Das hat mich auch unbändig gefreut. Wir haben ein Jahr konzentriert auf dieses Ziel hingearbeitet. Und es ist gar nicht so leicht, immer gegen Reservemannschaften zu gewinnen. Da muss auch der Kopf mitspielen. Dass es dann mit der Meisterschaft und dem Aufstieg geklappt hat, war eine tolle Sache. Diesen Erfolg kann dir keiner mehr nehmen und bringt die Jungs auch weiter.

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