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Fußball

14.03.2020

So reagieren Unterallgäuer Fans auf die Bundesliga-Pause

Die WWK-Arena in Augsburg wird am Wochenende leer bleiben, wenn die Profis des FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg antreten. Ab kommender Woche ist dann auch der Spielbetrieb erst einmal eingestellt.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Aufgrund des Coronavirus steht die Bundesliga die nächsten Wochen still. Wie die Fans damit umgehen.

Seit diesem Wochenende ruht der Ball in der Fußball-Bundesliga. Dies verkündete die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Freitagvormittag in einer Pressemitteilung. Damit reagiert die Liga auf die anderen europäischen Top-Ligen, die allesamt den Spielbetrieb bis auf Weiteres aufgrund des Coronavirus eingestellt haben. Dass die Maßnahme, den Spielbetrieb auszusetzen, sinnvoll und wichtig ist, damit sind sich alle Fanklubs von Bundesligavereinen in der Region einig.

Der Vorsitzende des Fohlenfanclub Unterallgäu, Karl Ritter, spricht davon, dass es sinnvoll ist aufgrund der derzeitigen Lage die anstehenden Spiele nicht durchzuführen, da die Gesundheit nun einmal wichtiger als der Sport sei. Außerdem findet es der Gladbach-Fan besser, wenn die Spiele ganz abgesetzt werden, als ohne Fans im Stadion zu spielen. Gerade für die Gladbacher, die am vergangenen Mittwoch die erste Mannschaft waren, die ein Geisterspiel ohne Zuschauer absolvieren mussten, sei das laut Ritter eine traurige Veranstaltung gewesen.

Bayern-Fan sieht in Geisterspielen Wettbewerbsverzerrung

Auch bei den Bayernfreunden ´95 Unterallgäu sieht man das ähnlich. Deren Vorsitzender Roland Schwerter betont klar, dass es im Leben wichtigere Dinge als die Nebensache Fußball gibt. Allerdings steht auch er den Geisterspielen wie diese Woche in Gladbach kritisch gegenüber und sieht diese in diesem Zusammenhang sogar als Wettbewerbsverzerrung, da ein volles Stadion mit Zuschauern doch den „ein oder anderen Punkt bringt“. Dabei geht es ihm nicht nur um „seinen“ Verein, den FC Bayern, sondern gerade auch um die Klubs, die vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga stehen oder aus der 2. Liga in die Bundesliga aufsteigen möchten.

So reagieren Unterallgäuer Fans auf die Bundesliga-Pause

Er sieht auch als Problem, dass im Fußball die Auf- und Abstiegsregelungen ein komplettes Aussetzen wie im Eishockey beinahe unmöglich machen. Es sei keinem Verein zuzumuten, absteigen zu müssen, wenn er sich an den verbleibenden Spieltagen noch retten könnte. Deswegen muss aus seiner Sicht die Saison auf jeden Fall zu einem Zeitpunkt, an dem sich die gesundheitliche Lage wieder verbessert hat, nachgeholt werden.

FCA-Spieler sagte Besuch bei neuem Fanklub ab

Bei den FCA-Freunden Unterallgäu sind sie wenig begeistert von der Maßnahme. Deren Vorsitzender Marcus Schäffler findet die Entscheidung der DFL aber gerade wegen der prekären Lage in Italien sinnvoll. Für die FCA-Freunde ist gerade der Zeitpunkt bitter, da bei ihnen demnächst der Besuch eines Spielers des FC Augsburg angestanden hätte. Dieser musste allerdings abgesagt werden. Der Vorsitzende der Schalke-Freunde Unterallgäu, Florian Springmann, kann die Entscheidung, Großveranstaltungen zum Schutze der Allgemeinheit abzusagen, nachvollziehen. Obwohl für die Schalke-Fans am Samstag das Spiel des Jahres gegen Borussia Dortmund angestanden hätte, ist Springmann der Meinung, die Spiele ganz zu verschieben sei besser, als sie ohne Zuschauer auszutragen.

Die Wochenendplanungen in den Fanklubs sind durch die Absagen natürlich dahin. Statt gemeinsam im TV Fußball zu schauen oder ins Stadion zu gehen, heißt es jetzt erst einmal, anderen Aktivitäten nachzugehen. Karl Ritter vom Fohlenfanclub hofft auf gutes Wetter, damit er Aktivitäten im Freien nachgehen kann. Bei Roland Schwerter sieht es ähnlich aus. Er kann den Spielausfällen durchaus etwas Positives abgewinnen, da er nun mehr Zeit für die Familie hat. Bei den FCA- und Schalke-Freunden wird man sich auch ohne Fußball am Wochenende treffen und zusammen ein gemütliches Bier trinken. Nur Fußball läuft dann halt eben keiner.


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