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Schießen

13.01.2020

Unterallgäuer stehen im Bundesligafinale

Die Schützen von Pfeil Vöhringen haben ihren Heimkampf gegen Kronau und Buch dominiert. Unser Bild zeigt: (hinten von links) Hannah Steffen, Michaela Kögel, Antonia Back, Elavenil Valarivan, Florian Krumm, Sportchef Leo Menasch, (vorne von links) Trainer Sven Martini und Mannschaftsführer Andreas Renz
Bild: Stefan Kümmritz

Auch bei ihrem Heimwettkampf lassen die Vöhringer Schützen um Florian Krumm und Michaela Egger nichts anbrennen. Jetzt fahren sie als Titelanwärter zur Finalrunde.

Riesenjubel in der Weißenhorner Fuggerhalle am Sonntagnachmittag: Nach dem 5:0-Erfolg am Samstag gegen Kronau gewann das Luftgewehr-Bundesligateam des SV Pfeil Vöhringen auch gegen Buch mit 5:0 und wurde damit ungeschlagen Südmeister. Außerdem lieferten Elavenil Valarivan (zweimal 399 Ringe) und Andreas Renz (399/398) Weltklasseleistungen ab, wobei auch ihre Teamgefährten – mit Ausnahme von Florian Krumm ( Dirlewang), der gegen Buch bei schwachen 388 Ringen hängen blieb, aber trotzdem einen Punkt für Vöhringen holte – stark auftrumpften. In der Finalrunde Ende des Monats gelten die Pfeil-Schützen jetzt klar als Titelanwärter.

Der erste Wettkampf geht klar an Vöhringen

Im ersten Wettkampf am Samstagabend gegen Kronau zeigten die Vöhringer schnell, wer Herr im Hause ist. Allerdings war es zwischendrin spannender, als es das 5:0 (1980:1957) ausdrückt. Zwar war schon nach dem dritten Durchgang fast klar, dass die Pfeil-Schützen gewinnen und ungeschlagen bleiben würden, aber die Kronacherin Larissa Weindorf gab nicht auf, nachdem sie im Spitzenduell gegen die Inderin Elavenil Valarivan aufgrund eines leicht verpatzen zweiten Durchgangs (97 Ringe) ins Hintertreffen geraten war.

Pfeil Vöhringen tritt zuhause an

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Ihre zwei abschließenden tadellosen 100er-Durchgänge nützten ihr aber nichts, denn die Vöhringer Nummer eins ließ ebenfalls nichts anbrennen, fügte dem 100er in der zweiten Zehnerserie zwei weitere hinzu und gewann mit dem Weltklasseergebnis von 399:396 Ringen.

Vöhringens Inderin zeigt Weltklasse-Ergebnisse

Weltklasse war aber nicht nur Valarivan, sondern auch der an drei aufgebotene Pfeil-Schütze Andreas Renz. Wie seiner Teamgefährtin gelang ihm eine fantastische Serie mit 99, 100, 100 und noch einmal 100 Ringen. Damit behielt er mit 399:384 Ringen locker die Oberhand über die sehr langsam schießende und trotzdem nicht zur Konzentration findende Melanie Ebend. Mit einer geballten Faust feierte Renz sein Topergebnis. Spitze war auch Michaela Kögel (Dillishausen), die Max Braun mit 397:393 das Nachsehen gab. Antonia Back machte es richtig spannend.

Bis zur letzten Serie war offen, ob sie das Duell mit Colin Fix für sich entscheiden kann. Nur, weil ihr in der letzten Serie ihr zweiter Hunderter gelang, bezwang sie ihren Kontrahenten hauchdünn mit 395:394. Kaum zu glauben, aber noch enger ging es im fünften Duell zwischen dem Vöhringer Dominik Schwarzer und Lana Wurster zu. Schwarzer ist normalerweise Ersatzmann, kam am Wochenende aber zum Zug. Am Ende hieß es 390:390, doch im Stechschuss hatte Schwarzer ganz leicht die Nase vorne.

Michaela Kögel liefert zwei 100er-Serien ab

Gegen Buch lag Elavenil Valarivan bis zum letzten Schuss auf 400er-Kurs. Am Ende schaffte sie „nur“ eine Neun, besiegte aber im Topduell Petra Lustenberger sicher mit 399:396. In den einzelnen Durchgängen gab es vor allem bei den Gastgebern jede Menge Hunderter. Zwei davon gelangen Mannschaftsführer Andreas Renz, der Tobias Bäuerle am Ende eines Krimis mit 398:397 niederhielt.

Schützin aus Dillishausen erzielt Weltklasse-Ergebnis

Zwei Hunderter gingen auch aufs Konto von Michaela Kögel, die schließlich mit 396:394 die Oberhand über Jana Knaier behielt. In Topform präsentierte sich Hannah Steffen, die gegen Buch anstelle von Antonia Back zum Einsatz kam. Ihre 397 Ringe reichten dicke zum Erfolg über Stephanie Bauer (391). Florian Krumm hingegen hatte diesmal keine ruhige Hand (388), doch er holte den Punkt, weil seine Gegnerin Marianne Hahn eben noch einen Ring weniger erzielte (387).

Aber auch Krumm war am Ende glücklich: Sein Team ist in der regulären Bundesligarunde als einziges ungeschlagen geblieben und kann frohen Mutes zur Endrunde der besten acht fahren. Aber die Vöhringer geben sich zurückhaltend, so auch Michaela Kögel: „Das war bisher genial. Unser Zusammenhalt hat sehr viel ausgemacht. Was das Finale anbetrifft, so werden wir es genießen und sehen, wie weit es geht.“ Für Trainer Sven Martini war das Duell mit Buch „ein ganz schwerer Wettkampf. Wenn man schon Südmeister ist, fällt es am Ende schwer, sich noch mal zu motivieren.“ Fürs Erste haben es die Vöhringer aber geschafft.

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