Fußball

24.06.2017

Was in der Halle klappt, ...

Die C-Juniorinnen des SV Auerbach wissen, wie man einen Pokalsieg feiert: Vor zwei Jahren wurde ein Großteil der Mannschaft in der Halle zunächst Allgäuer, dann Schwäbischer D-Juniorinnen-Meister und kam ins Bayernfinale. Nun geht es am Samstag um den Bezirkspokal gegen Schwaben Augsburg.
Bild: Axel Schmidt

Wie sich ein schwäbischer Pokalsieg in der Halle anfühlt, wissen die meisten C-Juniorinnen des SV Auerbach. Nun greifen sie unter freiem Himmel nach dem Cup.

Die Punktspiele gegen den Ligarivalen TSV Schwaben Augsburg lassen keinen Zweifel aufkommen: Der Favorit auf den Sieg im Bezirkspokal der C-Juniorinnen kommt aus Augsburg. Mit 1:4 und 3:6 hatten die Mädchen des SV Auerbach beide Ligaspiele in dieser Bezirksoberligasaison gegen die Augsburgerinnen verloren. Und dennoch: Vor dem Finale um den schwäbischen Pokal am Samstag in Kempten könnte die Stimmung bei den Auerbacher Mädchen nicht besser sein.

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„Wir denken immer positiv. Wir gewinnen am Samstag“, sagt Janine Huber. Die 15-Jährige aus Unterrieden steht im Tor – und gilt als Elfmetertöterin. Was im Finale vorteilhaft sein kann. Wie es ist, einen schwäbischen Pokal zu gewinnen, weiß sie nur zu gut. Vor gut zwei Jahren eilte sie mit den D-Juniorinnen des SV Auerbach unter dem Hallendach von Sieg zu Sieg. Dem Allgäuer Futsal-Titel folgte 2015 der Sieg im schwäbischen Finale, der die Auerbacherinnen zur bayerischen Endrunde nach Passau brachte, wo sie letztlich Siebter wurden – dank der Tore von Janine Huber: Sie war damals noch Stürmerin.

Den Part der Torjägerin haben nun Larissa Kreuzer und Maria Vogel inne. Mit 23 Toren war Kreuzer sogar die zweitbeste Stürmerin der Liga in der abgelaufenen Saison – in der B-Juniorinnen-Bezirksliga. Sie ist nämlich eine von vielen Auerbacher Mädchen, die praktisch zweigleisig fahren. Denn der SV Auerbach hat im vergangenen Jahr je eine Mannschaft für den Ligabetrieb in der C-Jugend und der B-Jugend gemeldet. „Wir haben insgesamt 29 Mädchen im Kader“, sagt Trainer Norbert Frey. Deswegen lasse man die jüngeren Mädchen als C-Juniorinnen in der Bezirksoberliga spielen, die etwas älteren, gleichwohl aber immer noch für die C-Jugend spielberechtigten Mädchen treten als B-Jugend-Mannschaft in der Bezirksliga an.

Was in der Halle klappt, ...

Mit Erfolg: In der U15-BOL erreichte man am Ende Rang fünf, in der U17-Bezirksliga beendete man die Saison als Vierter. „Gegen Ende mussten aber einige Spielerinnen zwei Mal pro Wochenende spielen“, sagt Trainer Frey. Deswegen sei der Pokalwettbewerb auch eher nebenher gelaufen. „In der ersten Runde sind wir mit zehn Spielerinnen nach Friedberg gefahren“, sagt Frey. Dann habe man 2:1 gewonnen und sei weitergekommen. Als man dann im Halbfinale stand war klar: „Jetzt wollen wir auch ins Finale.“ Gegen den TSV Ottobeuren gewannen die Auerbacherinnen dank der Tore von Helena Hacker und Emma Reuß mit 2:0.

Doch mit dem Finaleinzug geben sie sich nun nicht mehr zufrieden. In Kempten, wo das Endspiel am heutigen Samstag (Anpfiff: 16 Uhr) im Rahmen des „Tages des Mädchenfußballs“ stattfindet, soll der nächste Pokalsieg folgen. Diesmal der unter freiem Himmel. Für Emma Reuß und Helena Hacker wäre es der erste Pokalsieg. Sie waren erst vor der Saison nach Auerbach gekommen, spielten zuvor in Oberegg. „Norbert hat uns gesehen und gefragt, ob wir nicht hier spielen wollten“, sagt Helena Hacker.

Gesagt, getan – bereut haben die beiden den Schritt nicht. „Es ist hier alles recht familiär“, sagt Emma Reuß. In der Tat lassen sich Frey und sein Trainerkollege Christian Huber so einiges einfallen, um die Mädels bei Laune zu halten: Ausflüge oder Skihüttenwochenenden gibt es, zur neuen Saison soll es gar ins Trainingslager gehen. „Eventuell nach Südtirol“, sagt Frey. Und dann möglicherweise mit dem schwäbischen Pokal im Gepäck.

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